The Art of Meditation

Die Kunst

Ich freue mich sehr, „Die Kunst der Meditation“ als 6-monatige Fortbildung und inten­sive Shakti Sadhana 2015 erstmals anzubieten. Die Inhalte sind lange in mir gereift und das ganze Programm ist momentan das Herzstück meiner Arbeit!

Jai Ma!

Tarika Yogini

Die Kunst der Meditation

Die Kunst der Meditation ist es, das Leben selbst als Ausdruck einer göttliche Ener­gie zu sehen und zu verehren. Wir können durch die Praxis der Meditation lernen, uns mit dieser pulsierenden Energie zu verbinden, die das Leben so köstlich und ge­heimnisvoll macht, um gleichzeitig einer beobachtenden Präsenz bewusst zu wer­den, die jenseits aller Aktivität und Dynamik existiert. Diese beiden Pole zusammen­zubringen: den hingebungsvollen, emotionalen Part des offenen Herzens und den objektiven Part des Beobachters, der alles Geschehen im Raum der Bewusstheit hält, ist die Fusion von Bhakti und Jnana Yoga, ist die Kunst der Meditation.

Der weibliche spirituelle Weg

In den letzten Jahren wird bei vielen Menschen zunehmend die Sehnsucht stärker nach diesem integrativen spirituellen Ansatz, der Körper und Geist zusammen bringt, der die physische (materielle) Welt anerkennt und würdigt, aber auch einen Weg eröffnet, wie wir uns einem transformierendem spirituellem Leben hingeben können, ohne die Familie, unsere Liebesbeziehung oder eine erfolgreiche Karriere an den Nagel hängen zu müssen. Dieser integrative Weg wird oft als weiblicher, spiri­tueller Weg bezeichnet.

Diese innere Sehnsucht nach einer Integration, die nichts ausschließt und sich für alles öffnet, was sich innerhalb und außerhalb von uns zeigt, war auch in meinem Leben präsent und hat mich vor vielen Jahren auf den Weg von Shakti geführt. Shakti ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bezeichnet die Kraft des Bewusstseins, die göttliche Lebensenergie, das pulsierende Herz (hinter) aller Manifestation. Oftmals wird Shakti auch als die weibliche Seite des Göttlichen bezeichnet, Shiva (absolutes Sein, reines Bewusstsein) hingegen als ihr männliches Gegenstück.

Wichtig ist es zu verstehen, dass der Pfad der Göttin zwar als weiblicher Weg be­zeichnet wird, der Weg der Shakti jedoch natürlich sowohl von Frauen als auch von Männern praktiziert und gelebt werden kann.

Tantrische Meditation

Auf dem tantrischen Weg wir die Welt und alles, was in ihr lebt, als schillernder Teppich betrachtet, der aus einer einzigen intelligenten Kraft gewebt ist.

So können alle Manifestationen, Objekte, Aktivitäten, Gefühle, Zustände, Erfahrun­gen und der Körper selbst als Vehikel gesehen werden, um das Göttliche in uns und allem um uns herum wahrzunehmen. Es geht auf diesem Weg nicht darum, die Welt durch die Ablehnung der sich ständig verändernden Realität zu transzendieren, sondern tief in jede Erfahrung hineinzugehen, bis wir zu der einzigartigen Quelle gelangen, aus der jede Erfahrung hervorgeht.

Es ist in diesem Kontext eine schöne Idee, dass die Welt wie eine Schule für uns alle ist, durch die sich unser Evolutionsprozess ausdrückt und in der wir studieren, bis wir reif sind, das zu erkennen, was in jedem Augenblick durch alle Schleier und Masken hindurch schimmert. Diese Liebe schimmert sogar in der Tiefe der unbe­greiflichsten Lebenserfahrungen. Diese Aussage ist jedoch nicht gedacht, um sie ein­fach so zu akzeptieren und hinzunehmen – wir müssen uns selbst tiefe Fragen stellen und sie durch die Praxis in unser Herz sinken lassen, damit sich uns die Erkenntnis dieser Wahrheit in all ihrer Klarheit offenbaren kann.

Auf dem weiblichen spirituellen Pfad erwachen wir zu der tieferen Erkenntnis, dass Funken des höchsten Bewusstseins in jeder Zelle unseres Körpers, in jeder Erschei­nung der Welt pulsieren! Wir erfahren allmählich eine Integration von Körper und Geist, Intellekt und Herz, männlich und weiblich, Geist und Materie. Dies ist ein sehr universeller Prozess, aber auch ein ganz natürlicher auf dem yogischen Weg; unsere innewohnende Lebenskraft, welche die Yogis „Kundalini“ nennen, wird zum Vehikel unserer sich beständig entfaltenden Transformation. Auch meine eigene innere Reise und meine Arbeit als spirituelle Lehrerin wird durch diesen geheimnisvollen Prozess geführt und inspiriert.

„Goddesses are real“ ~ Ken Wilber

Vor kurzem habe ich während eines Retreats einen Satsang über die Göttin Durga geleitet. Als ich ihre bekannteste Geschichte aus der Devi Mahatmya erzählte, stiegen mir Tränen in die Augen und es liefen mir Schauer über den Körper. Es waren keine traurigen Tränen und keine unangenehmen Schauer, vielmehr Tränen der absoluten Freude und Schauer voller Ehrfurcht! Ich habe mich im Raum umgesehen und in den Gesichtern der Teilnehmer war die gleiche Faszination und tiefe Berührtheit zu se­hen. Mit Erstaunen und großer Dankbarkeit wurde mir klar, dass die Göttin Durga unseren Raum betreten hatte. Unsere Anrufung rief ihre Präsenz in Erscheinung und sie beschenkte uns mit ihrer einzigartigen goldenen Kraft und Energie.

Die Göttin zeigt sich in unzähligen Formen, mal ekstatisch oder durch hingebungs­volle Liebe, durch heilende Tränen, durch intensive Freude, die einen manchmal fast überwältigt, und natürlich dem Gefühl von zunehmender innerer Kraft und Er­mächtigung, dessen Intensität man wirklich selbst erfahren muss, um sich davon zu überzeugen.

Die Kunst der Meditation als Fortbildung und intensive Sadhana

Die Fortbildung „Die Kunst der Meditation“ wird eine ganze Reihe von Einsichten und Heranführungen an den Weg von Shakti und natürlich zahlreiche Praktiken vermitteln, wie sich uns der innere Weg erschließen und öffnen kann und wie wir die Energie der Göttin in unseren eigenen menschlichen, aber auch göttlichen As­pekten erkennen und erfahren können.

Durch mythische, archetypische Geschichten und Märchen, angeleitete Meditatio­nen, Kontemplationen tantrischer Texte, innere und äußere Rituale und die tägliche Sadhana zuhause, wird die eigene Meditationspraxis unterstützt. Die Gruppe wird so zu einem heilsamen „Raum“ für Entwicklung und Transformation. Dieser Rahmen sowie einfühlsame, individuelle Begleitung öffnen innere Räume zu tieferen Medita­tionserfahrungen, eigene Reflektion und den Fluss von Inspiration. Authentische Erfahrung und die Fähigkeit, sie in den größeren Prozess einordnen zu können, ist die Vorraussetzung, auch andere Menschen auf dem Meditationsweg begleiten und führen zu können.

Die Praxis mit Shakti in der Meditation und das Erkennen von ihren Qualitäten in unserem Alltag dehnt sprichwörtlich unsere Sichtweise auf uns selbst aus. Auch die Bedeutung, die wir unserem Leben beimessen, verändert sich kraftvoll. Durch die Verbindung zu diesen Kräften in und um uns herum, kommen wir in Kontakt zu tieferen Qualitäten unseres Selbst; wir entdecken transformative, kraftvolle, liebe­volle und wunderbar kreative Aspekte und lernen, sie in unser Leben zu integrieren!

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