Lockdown für Yogastudios aufheben. Interne Studie belegt: Yoga ist Gottesdienst!

Lockdown für Yogastudios aufheben. Interne Studie belegt: Yoga ist Gottesdienst!

Lockdown für Yogastudios aufheben.
Interne Studie belegt: Yoga ist Gottesdienst!

Laut Corona Verordnung darf Gottesdienst stattfinden, Yogastudios müssen zumachen. Das ist nicht nachzuvollziehen, Yoga ist Gottesdienst. Das wird in einer von mir selbst durchgeführten internen Studie kraftvoll belegt.
Ich werde nie die Antwort vergessen, die ich bekommen habe, als ich einen jüngeren Mann nach seiner ersten Yogastunde gefragt habe wie die Erfahrung für ihn war:

„Yoga ist wie eine Mischung aus Gottesdienst und Synchronschwimmen“

Wo er Recht hat hat er Recht. Besonders der Ausdruck „Synchronschwimmen“ wirft eine neue Perspektive auf Yoga.
Aber auch eben Gottesdienst:
Man spielt andachtsvolle Lieder (Mantren) rezitiert Litaneien (Chants) singt zusammen, führt rituelle Gesten aus, der Priester (Yogalehrer) hält eine salbungsvolle Predigt und alle bewegen sich synchron zum choreografierten Ablauf.
Spätestens am Ende versenkt sich die Gemeinde in die Andacht Gottes. (Meditation, Shavasana)

Desweiteren höre ich immer wieder nach einer Yogastunde ekstatische Äußerungen wie: „göttlich“ „himmlisch“ oder „herrlich“, „Ich fühle mich total verbunden“, „überirdisch“

Wenn das keine klaren Indizien sind!

Laut Wikipedia definiert sich Gottesdienst so:
Ein Gottesdienst ist eine Zusammenkunft von Menschen mit dem Zweck, mit Gott in Verbindung zu treten, mit ihm Gemeinschaft zu haben

Na also,
obwohl, hier kommen wir vielleicht doch mit gewissen Schwierigkeiten in Kontakt.
Die erste ist natürlich: Was meinen wir eigentlich mit Gott? Und wie treten wir mit ihm in Kontakt?
Das scheint kompliziert.

Schwieriger Gottesbegriff

Gott kann ja alles mögliche Bedeuten und dadurch fast schon wieder gar nichts.
Den Begriff Gott scheinen viele verschiedene Gruppen, Camps, Religionen und Mannschaften, für sich zu beanspruchen und auf ihre eigene Art und Weise exklusiv zu definieren. Es gibt dann einen christlichen, islamischen, evangelikalen, methodistischen, hinduistischen, atheistischen, theologischen, psychoanalytischen, und sonstigen Gottesbegriff; mit bestimmten „special features“, Attributen und Eigenschaften die eher auf eine soziale und kulturelle Funktion schließen lassen.
Religion scheint so eher eine Möglichkeit der exklusiven Identifikation, Abgrenzung und empfundenen Sicherheit zu sein als der Verbindung. Die vielen Konflikte und Kriege im Namen Gottes und von Religionen sind leider ein trauriges Zeugnis davon.

Auch wenn man sich selbst als nicht religiös betrachtet, manche sagen dazu, säkular und modern, ist die Kraft und Tiefendimension der Gottesidee enorm und nicht zu ignorieren.

Als Yogalehrer kann man das manchmal merken und dosiert einsetzen, um eine dahinplätschernde Yogaklasse aufzupeppen und emotional interessanter zu gestalten: Ich lasse dann das Wort „Gott“ einfließen. Es ist erstaunlich:
Die Stimmung wird gleich präsenter und intensiver.

Trennung zwischen Gott und Schöpfung

Nicht nur auf der äußeren auch auf der inneren Ebene: die meisten der großen monotheistischen Religionen formulieren eine Trennung zwischen Gott und seiner Schöpfung (also uns und dem Leben hier auf der Erde).
Die nach außen transportierte Geschichte geht ungefähr so: (es gibt noch eine innere, gnostische, aber lassen wir die mal beiseite)

Das Heilige ist irgendwo im Jenseitigen und Transzendenten und eine Verbindung kann nur durch ein befolgen bestimmter Regeln oder durch ein Bekenntnis zu einem auserwählten Botschafter, bzw Sohn Gottes (Jesus z.b.) hergestellt werden.
Irgendwie fand ich das schon immer verdächtig. Warum er und nicht ich?
Was ist so speziell an Jesus? Er war ja Zimmermann – ein ehrbarer Beruf, aber das ist Bankkaufmann oder Yogalehrer auch.
Und: Gott ist nicht hier und in mir, sondern irgendwo „da draußen“?
Und nur durch den Glauben an einen bestimmten Gottmenschen, kann ich auch ein bisschen teilhaben?
Und wenn ich mich dann zu einer bestimmten Gruppe bekenne, die das gleiche glaubt wie ich, bin ich Teil der Gemeinde. Die anderen sind angeschmiert, weil sie nicht das „richtige“ Glauben!
Seltsame Story.

Ich bin das – die Sichtweise des Yoga

Yoga negiert nicht unbedingt Religion, es ist selber verwoben mit einem religiösen Ausdruck, dem des Hinduismus.
Allerdings: Yoga betrachtet die Verschiedenheit der Religionen und Gottesvorstellungen als Ausdruck einer tieferen zugrundeliegender Ebene der Einheit.
So stoppt Yoga nicht auf der Ebene der Manifestationen d.h. der einzelnen Religionen, sondern nutzt diese um eine tiefere Dimension zu realisieren, die universell ist.
Diese Dimension kann sich unterschiedlich, in im Prinzip unendlichen Möglichkeiten, zeigen:

Verschiedenheit in Einheit.
Einheit in Verschiedenheit.

Yoga kann man verstehen als ein praktischer Weg der Realisierung der Einheit.
Aber nicht der Einheit aller Religionen (ein seltsamer, libertärer Wunschgedanke meiner Meinung nach), Kulturen und Gruppen, sondern von Ebenen die auf gewisse Weise wichtiger, weil essentieller, sind als die Einheit der Religionen.
(und falls uns Religionen nicht damit verbinden verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck) Diese sind:

1. Einheit aller Menschen, jenseits aller Religionen, Kulturen, Rassen, Geschlechter, Ideologien und Glaubenssystemen.

2. der Einheit aller Lebensformen, jenseits aller Ausformungen als Tier, Pflanze, Erde, Mineralien…

3. die Einheit allen Seins jenseits aller Dualismen wie Individuum und Kollektiv, Sein und Nichtsein, Transzendenz und Immanenz, Geist und Materie, Mikro und Makrokosmos.

Die Qualität die uns als Menschen diese Einheit spürbar vermittelt ist Liebe.
Falls Religionen das nicht vermitteln, jenseits aller Glaubensunterschiede, verfehlt sie ihre Aufgabe und wird zu einem Faktor für Trennung und Spaltung.

Yoga geht über Religion hinaus

Unterschiede und Differenzierungen werden nicht abgelehnt, sondern als einzigartige Zugänge und Chancen begriffen.
Religiöse Praktiken, wie Rituale, Beten, Singen etc können im Yoga benutzt werden, sind aber nicht das Endziel. Das Ziel ist ein innerer Prozess der Veränderung, der Transformation des Bewusstseins und des Herzens.
Damit etwas aufscheinen kann was schon immer da war. Unsere Identität mit der unergründlichen Quelle allen Seins, der Quelle aller Liebe.
Im Yoga als Shiva, Bewusstsein, Purusha und vielen anderen Namen ausgedrückt.
Wir entdecken Jesus in uns – als uns!

Glauben ist dafür nicht genug, Es gibt auch keine Idee der Konvertierung zu einer bestimmten Religion oder Überzeugung durch ein Bekenntnis oder einem rein äußeren Ritus. Genauso wenig wie man zum Christen wird, nur weil man einmal in der Woche in der Kirche betet wird man zum Hindu, weil man einmal in der Woche eine Yogaklasse besucht und Om singt.

Es braucht die eigene individuelle Anstrengung und Bestrebung.
Eine spirituelle Praxis, eine sogenannte Sadhana.
Es braucht das Feuer der Erforschung ohne Vorurteile. Ein „nach innen schauen“ um Shiva, das „Göttliche“ in uns zu entdecken und all das zu verbrennen was dem im Wege steht.
Erforschen bedeutet eine Reise ohne fixiertes Ende. Ohne dogmatisches Festhalten an einer Vorstellung, Symbol oder einem bestimmten „Gott“
Das Objekt dieser Erforschung ist man selbst und kennt kein Ende.
Das können wir heute machen. Jeder für sich und zusammen.
Jetzt!

In diesem Sinne ist Yoga der wirkliche Gottesdienst indem es das Heilige dahin zurückbringt, wo es hingehört, nicht in die Kirchen, Moscheen und Tempel, sondern in uns, als uns: in unseren Körper, in die Natur, in jedes äußere Objekt, in jeden Moment, in jeden Atemzug, in jede Begegnung und Beziehung…
Oder wie Pari, ein Musiker und Satsang Lehrer es so schön formulierte:

„Shiva (Gott) steckt in deiner Hose“

In diesem Sinne:
Bitte den Lockdown für Yogastudios aufheben.

Hari Om Tat Sat
Ralf Schultz

 

 

 

 

 

 

 

 

Yoga in the black forest

Yoga in the black forest

A day of yoga in the Black forest

more than just a day of stretching in the open air

🧘‍♀️🌸🧘‍♂️

The clouds parted to just the perfect degree that enabled 10 of us to enjoy a day of togetherness and yoga outdoors, whilst sensibly bumping elbows in lieu of hugs.

Ralf led an intensive extensive practice in the morning, drawing together elements of asana, pranayama, meditation, and sacred sound.

I was cooking and chanting in the kitchen and was happy to notice the increasing glow and upliftment in everyones faces as they emerged from the practice.

After our hearty meal of Dhal, coconut, tofu & veggie curry, we had a walk up the hillside overlooking the valley. It started off in excited chattering but we all then agreed that we might miss it all if we continue to talk and talk, so entered into a comfortable silence, proceeding up to the top through the forest. Immediately as if in celebration of our silence, the birds sang louder and louder, and the wind and sunlight rustled encouragingly. 🐦

The afternoon began with a tiny piece of cake each ( as more yoga asanas were to come!) and a short but profound group consideration on the power of yoga to alleviate our daily tensions.

We considered the issues of physical pain, as well as mental stressors that many of us experience, and that some of us have discovered ways other than yoga asanas like flowing water, running and even jumping up and down on a trampoline… to bring us back to the present moment.

Ralf shared beautifully his experiences where opening up also to a sense of community outside of individual yoga practice; being supported and supporting others on the journey can help to bring the inner work to life and a new meaning and depth.

🌷

And what is this inner work? and why don’t we all just find a lasting sense inner peace by sitting in a river or sharing our problems with our friends
The meaning of yoga- (roughly translated as ‘union’) – feels to me like a deep process of integration through introspection. Body, mind, emotions which are not separate from the world that we live in. So it needs a different approach, a different space to be able to access our inner dimension.

Asanas (physical movements), and a time of dedication and discipline give us strength and courage as well as a healthy system which is in needed when we start to observe our deep rooted tensions and knots.

One participant shared that she has witnessed the direct impact of high mental stress on shutting down her immune system. And perhaps many of us experienced that ourselves too.

And when we start to look into our own shadows, it can feel intense and lonely – hence through the ages – a sangha or spiritual communities have come into being to support this process. Or, just as in our sharing, the feeling of sitting with friends who listen with a non-judgmental mind and an open heart.

Its not a case of spilling out our emotions and burdening each other, but more the cultivation of seeing one another through our layers, and connecting on a heart level with one another despite our quirks and baggage…

To be able to hold one another in a space of love, understanding and conviction that they are more than the sum of emotions standing there is a the work of deep compassion.

🌸

We entered the final part of the afternoon – first by chanting a mantra of remembrance and longing. Longing to know and touch the mystery of the heart which lies beyond the grips of our mind.

A meditative yin yoga session, and Om meditation left us all feeling uplifted, connected and enriched but the whole day together.

And THEN we ate a proper piece of cake each 

Thanks to all who participated at that day.

Love Daisy
🌿🙏💗

There are just a few places remaining for the next yoga day in Gutach – on July 18th so please email info@somayoga-freiburg.de if you would like to join us.

More details on the website somayoga-freiburg.de/workshops.

There are also a just few more mats left as we reopen, starting with yin yoga with Christina. You can book the remaining classes via www.somayoga-freiburg.de/kurse-info.

If you want to explore more with us how you can deepen your inner connect through yoga, meditation and Ayurveda, then do email us…

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