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    Magic India Healing Retreat – ein Rückblick

    Magic India Healing Retreat – ein Rückblick

    Es war kurz nach der Dämmerung. Daisy und ich waren im Taxi auf dem Weg nach Rishikesh. Da stand er mitten auf der Straße: Ein großer Elefantenbulle mit langen Stoßzähnen tauchte im Scheinwerferlicht auf. Om Gam Ganapataye Namaha. Rishikesh grenzt an ein Wildlife Reservat. Wir haben mit dem Auto respektvoll Abstand gehalten und dann hat er sich langsam in den Wald verzogen. Wir haben das als gutes Omen bewertet; Ganesha, der Elefantenköpfige Gott ist ja der Beseitiger von Hindernissen.

    Indien berührt dich nicht nur äußerlich. Es ist vibrierende, dichte Lebendigkeit, bunt und in seiner Komplexität und Vielseitigkeit nicht wirklich zu erfassen: Stille und Lärm, Chaos und Klarheit, Weite und Intensität, Spiritualität und Alltag…Indien vereint alle Gegensätze und geht weit darüber hinaus. Die Wirkung kann zutiefst therapeutisch sein. Wenn du tiefer schaust, spricht es zu deiner Seele. Für mich ist es wie ein aufatmen und nach Hause kommen. Und ich bin sehr froh, dass es vielen Teilnehmern auch so gegangen ist.

    Genau in dieses besondere Feld durften wir im Februar mit unserer Gruppe eintauchen – beim Magic India Yoga & Ayurveda Retreat in Rishikesh. Es war eine Reise zwischen Yoga, Ayurveda, Meditation, Klang, Tempeln, Ganga und gelebtem Indien. Und es war mehr als ein Retreat. Es war eine Erfahrung, die nachwirkt.

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    Mehr als nur eine Auszeit

    Was diese Reise besonders gemacht hat, war die Verbindung verschiedener Ebenen mit dem Fokus auf Inspiration und Heilung.
    Da war die tägliche Yogapraxis. Da waren die ayurvedischen Behandlungen. Da waren Meditation, Kirtan, Soundhealing, Workshops über Yoga und Ayurveda, Journaling, Mantra und stille Momente auf dem Balkon oder im Yogaraum. Und da war gleichzeitig das lebendige Indien direkt vor der Tür: Tempel, Straßen, Pilger, Kühe, Mopeds, Märkte, Musik, Rauch, Gebete, Blicke, Begegnungen.

    Wir haben den Retreat bewusst so gehalten, dass es eine unterstützende Struktur und Freiraum zugleich gab. Mit einem klaren Ablauf, aber ebenso Raum für Praxis, für Regeneration, für Inspiration.

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    Der Tagesrhythmus,

    Die Tage begannen früh – mit einer stillen Healing Raga Meditation und einer morgendlichen, belebenden Yogapraxis. Diese frühen Stunden hatten eine besondere Qualität. Die Luft war noch weich, der Geist offener, die Wahrnehmung feiner. Danach Frühstück, Erdung, Ankommen im Tag.

    Im weiteren Verlauf öffnete sich Raum für das, was dieses Retreat im Kern ausgemacht hat: Ayurveda-Behandlungen, Ruhe, Reinigung und Integration. Wer wollte, konnte zusätzliche Angebote wahrnehmen – etwa Journaling, Gayatri Mantra Chanting oder Singing Meditation. Inspirierende Vorträge von Dr. Shubham Kulkarni  und mir über mentale Gesundheit und Daisy’s „Ayurveda für Frauen“ waren weitere Highlights.  Am Abend kamen wir wieder zusammen: für Yin Yoga, Meditation, Kirtan, Satsang oder Sharing.

    Dieser Rhythmus war kein starres Programm, eher ein tragender Rahmen, in dem jeder auf seine Weise tiefer sinken konnte.

     

    Ayurveda nicht nur verstehen, sondern erleben

    Ein Herzstück des Retreats waren die ayurvedischen Lifestyle Beratungen und Behandlungen. Und genau darin lag ein großer Unterschied zu vielen Reisen, die Yoga und Ayurveda nur als schöne Begriffe verwenden. Hier ging es nicht (nur) um Wellness, sondern um eine transformative Erfahrung. Und das ist nicht immer angenehm, weil Transformation immer ein Verlassen der Komfortzone bedeutet. Die mitfühlende Gruppenenergie, das ruhig gelegene Retreat Zentrum mit den wunderbaren Therapeuten und Mitarbeitern war die ideale Unterstützung für diese Reise nach Innen.

    Ayurvedische Massagen und Dampfbäder wirken entgiftend und gleichzeitig wohltuend und regenerierend auf das Körpergewebe. Ruhephasen und persönliche Konsultationen haben vielen aus der Gruppe geholfen, Themen anzuschauen, bewusster zu werden, herunterzufahren. Sacred Sound, Mantra singen und das bewusste Hören indischer Ragas (Melodien) habe ihre ganz eigenen heilenden Qualitäten, die so sehr spürbar wurden. Nach ein paar Tagen wurde der Körper weicher, das Nervensystem ruhiger und der Geist klarer. Yoga und Ayurveda wurde erfahrbar als etwas, das nachhaltig Regeneration und Tiefe bringen kann.

    Gerade diese Verbindung aus Yoga, Meditation und Ayurveda hat eine besondere Kraft. Sie holt uns nicht nur aus dem Alltagsmodus heraus, sondern erinnert uns daran, wie sich ein stimmigerer innerer Rhythmus anfühlen kann.
    Und das nicht nur für die 10 Tage, sondern vieles ist auch potenziell übersetzbar und anwendbar zuhause. (na gut, bis auf die täglichen Massagen…)

     

    Massage im Soma Yoga Freiburg

    Rishikesh: heilig, lebendig, berührend

    Rishikesh ist kein Ort, den man einfach konsumiert.
    Er ist nicht ein abgeschirmter Urlaubs- und Retreat Ort. Und genau das ist Teil seiner Kraft. Die Stadt lebt. Sie pulsiert und berührt. Rishikesh ist dieser magische Ort, an dem die heilige Ganga aus dem Himalaya tritt und sich uralte Praxis mit lebendiger Moderne mischt. Ein Ort, der seit Jahrhunderten, wahrscheinlich Jahrtausenden, Asket:innen, Pilger:innen, spirituelle Meister (am bekanntesten wohl Swami Sivananda und Maharishi Mahesh Yogi) und heutzutage Yogis aus aller Welt anzieht.

    Der Fluss, die Tempel, die Ashrams, die vielen kleinen und großen Zeichen gelebter Spiritualität – all das verleiht dem Ort eine besondere Qualität. Gleichzeitig ist da das ganz normale indische Leben in seiner Fülle: Straßen, Stimmen, Gerüche, Unvorhersehbarkeit. Wer hier ankommt, merkt schnell: Das ist keine sterile Rückzugsblase. Das ist Indien. Genau darin liegt ein Teil der (Heilungs-) Magie.

     

    IMG_8671 im Soma Yoga Freiburg

    Tempel, Ganga und besondere Wege

    Einige Momente dieser Reise waren nicht groß inszeniert oder geplant – und gerade deshalb unvergesslich. Die Begegnung mit der Ganga, morgens zum Sonnenaufgang, ein gemeinsamer Weg zum Arati (Lichterritual), der spontane Ashramdarshan mit Mataji, Tempelbesuche, der besondere Ausflug zum „Beatles“ Ashram; oder einfach das Erkunden von Shops und Cafés. Und natürlich die Begegnungen mit den Affen, den Vögeln (Pfauen!) und den vielen „heiligen“ Kühen (und deren Hinterlassenschaften 😉 Eine Landschaft zwischen Pilgerort, spiritueller Tradition und modernem Indien.

    Auch kulturelle und spirituelle Erlebnisse wie Kirtan, Havan (Feuerzeremonie), Konzerte oder besondere Abende rund um Shivaratri haben dem Retreat eine Tiefe gegeben, die weit über ein gewöhnliches Reiseprogramm hinausging. Vieles davon lässt sich zwar beschreiben – und doch bleibt das Wesentliche oft zwischen den Zeilen. Manche Erfahrungen wollen nicht erklärt, sondern müssen erlebt werden.

     

    IMG_7568 im Soma Yoga Freiburg

    Die Magie liegt dazwischen

    Obwohl in dem Retreat viel „drin“ steckte, sind es oft die unerwartet stillen Momente, die so besonders sind: ein Tee nach einer Behandlung, ein Blick vom Balkon in den Dschungel, ein paar ehrliche Zeilen im Journal, eine kurze Begegnung im Gang, das Gefühl von Verbindung nach dem Mantra, das Loslassen in der Yogaposition, ein Moment von Stille, in dem nichts „passieren“ musste.

    Gerade in einer Welt, die oft zu schnell, zu voll und zu laut ist, wird so etwas kostbar.
    Und heilsam. Retreat heißt auch: weg sein von seinem „normalen“ Leben damit wieder neue (Innen-) Räume von Klarheit, Vitalität und Stille auftauchen können.

    IMG_7605 im Soma Yoga Freiburg

    Was bleibt

    Von solchen Reisen nimmt man nicht nur Erinnerungen mit.
    Man nimmt oft etwas Feineres mit: mehr Ruhe, mehr Verbindung, mehr Klarheit. Vielleicht auch eine neue Beziehung zur eigenen Praxis. Oder ein tieferes Gefühl dafür, dass Heilung und Entwicklung nicht immer im Mehr liegen, sondern oft im Einfacheren, Wesentlicheren, Wahrhaftigeren.

    Für uns war dieses Retreat jedenfalls eine Bestätigung, wie kraftvoll diese Verbindung aus Indien, Yoga, Ayurveda, Meditation und Klang sein kann. Ein echter transformativer Erfahrungsraum.

    Oder wie es eine Teilnehmerin ausdrückte: „Ich bin so dankbar für diese 10 Tage. Die Mischung war einfach perfekt. Ich fühle mich so entspannt und habe das Gefühl, so viel Zeit gehabt zu haben. Ich gehe so bereichert weiter.“ (Susen)

     

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    Magic India geht weiter

    Nach diesem Retreat war für uns klar: Wir werden wiederkommen.
    Um erneut einen Raum zu öffnen für Tiefe, Regeneration, Inspiration und echte Begegnung – mit Indien, mit der Praxis und mit sich selbst.
    Und ich bin sicher: der Segen Ganeshas ist wieder dabei!

    Auch 2027 wird es wieder ein Magic India Yoga & Ayurveda Retreat geben. Und wer beim Lesen spürt, dass da etwas ruft, sollte dieses Retreat im Blick behalten.
    Wann: vom 10 – 20 Februar 2027
    Early Bird Preis bis zum 1. August 2026

     

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    • Hebelstraße 23a (Hinterhaus), 79104 Freiburg im Breisgau
    Navaratri – das Erwachen der Göttin

    Navaratri – das Erwachen der Göttin

    Navaratri ist eines der grossen indischen Festivals zu Ehren der Göttin – nicht nur als „äussere“ Figur oder Idol, sondern eine Zeit der bewussten Begegnung mit Shakti, also mit der göttlichen Kraft, die alles bewegt, erschafft, erhält und verwandelt. Wörtlich bedeutet Navaratri „neun Nächte“. Am bekanntesten ist Navaratri im Frühling und im Herbst. Allgemein ist es ein Fest zu Ehren der Göttin, besonders Durga und ihrer neun Formen, verbunden mit Gebet, Fasten, Reinigung, Tanz und ritueller Verehrung.
    Es ist meine Überzeugung und Erfahrung, dass wir enorm davon profitieren können, wenn Götter und Göttinnen wieder in unser Leben Einzug halten. Nicht als oberflächliche Verehrung religiös aufgeladener Figuren und Symbole, sondern als eine Möglichkeit mit tieferen Energien und Aspekten in uns zu kommunizieren. Unsere ausgehungerten Seelen sehnen sich danach.

    Die spirituelle Grundbedeutung

    Im äußeren Sinn feiert Navaratri den Sieg der Göttin über den Dämon Mahishasura, also den Sieg von Licht über Dunkelheit, Klarheit über Verwirrung und Dharma über chaotische, egoische Kräfte. In der inneren Lesart ist Mahishasura nicht nur ein mythologischer Dämon, sondern ein Bild für unsere eigenen inneren Widerstände: Unbewusstheit, Negativität, Angst, Stolz, Wut, Ablenkung und zerstörerische Gewohnheiten. Genau deshalb ist Navaratri wichtig für unsere persönliche Sadhana (spirituelle Praxis)

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    Die Göttin als Shakti

    Die Göttin ist nicht bloß eine religiöse Figur, sondern die kosmische Shakti selbst. Shakti bedeutet Energie. Sie wirkt auf allen Ebenen als Kraft der Manifestation und treibende Kraft hinter allen psycho-spirituellen Prozessen. Durga ist die Kraft, die schützt, reinigt, stärkt und über Begrenzung hinausführt. Meine Lehrer haben immer betont, Durga sei die wichtigste Göttin für unsere heutige, destruktive, Zeit. Warum? Sie ist eine Kriegerin, die für das Wahre kämpft und Ignoranz zerstört. Gleichzeitig hat sie eine mütterlich-schützende Qualität.  Die Göttin ist Chit-Shakti, also die Kraft des Bewusstseins selbst, aus der Leben, Geist und Welt hervorgehen. Wichtig: In dieser Sicht ist die Göttin nicht „nur Symbol“, sondern Ausdruck einer realen spirituellen Energie, die sowohl kosmisch als auch im Menschen wirksam ist. In dir – Jetzt. In der tantrischen Sichtweise ist sie die tief in uns schlummernde „Kundalini“ Kraft, die evolutionäre Energie von Freiheit und Einheit, die zu erwecken das Ziel der spirituellen Suche darstellt.

    Die Bedeutung der neun Nächte

    In vielen yogischen und tantrischen Deutungen verlaufen die neun Nächte als innerer Transformationsprozess:

    1. Durga / Kali / die reinigende Kraft
      Die ersten drei Tage stehen für das die Konfrontation und Überwindung von Dunkelheit, Angst, Trägheit und alten Mustern. Hier geht es um Mut, Grenzen, Tapas (Disziplin) und Reinigung. Man begegnet der wilden, kompromisslosen Form der Gnade.
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    1. Lakshmi / die ordnende und nährende Kraft
      Die mittleren drei Tage stehen für Fülle, Schönheit, Herzöffnung und rechte Ausrichtung. Es geht nicht nur um materiellen Wohlstand, sondern um inneres Ankommen, Bhakti (Hingabe) und das Erblühen der Lebensenergie in seiner ganzen Schönheit.
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    1. Saraswati / die offenbarende Kraft
      Die letzten drei Tage stehen für Weisheit, feine Wahrnehmung, Sprache, Kunst, Mantra, Erkenntnis und innere Stille. Diese Phase ist die Kulminierung der 9 Nächte: die Aktivierung von Weisheit, kreativer Kraft und Erkenntnis
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    Die Göttinnen als innere Kräfte

    Für die persönliche Sadhana ist das Entscheidende:
    Die Göttinnen repräsentieren innere Prinzipien des Bewusstseins, C.G Jung würde sagen, Archetypen, die in uns allen wirken, latent schlummern und mit denen wir „arbeiten“ können. In dem Sinne ist Durga deine eigene Fähigkeit, Hindernisse und innere Dämonen zu überwinden, Lakshmi dein Potenzial für ein Leben in Fülle und Schönheit und Sarasvati deine innere Klarheit und Weisheit.

    • Durga ist die reinigende Kraft, die Nein sagt zu dem, was dich blockiert und schwächt.
    • Lakshmi ist die bejahende Kraft für ein Leben in Schönheit, Fülle, Ausrichtung & Authentizität.
    • Saraswati ist die Kraft von Klarheit, Ausdruck, Einsicht und höherer Intelligenz.

    So wird Navaratri zu einem Weg von Reinigung → Sammlung → Erkenntnis.
    Diese innere Entfaltung, dieses Erwachen ist das Beste, was du für die Welt tun kannst. Es ist das Einzige, was du wirklich tun kannst um an die Wurzel zu gehen: du öffnest dich für die Kraft deiner Seele und gibst dich hin. Diese Kraft kommt aus einer Intelligenz jenseits von dir, sie trägt, und bewegt dich und erfüllt dich von innen heraus mit Freude. Und nur wenn du freudvoll bist, erhebt das auch andere.

    Warum die Nacht?

    Die „Nächte“ haben ebenfalls eine Bedeutung. Nacht ist die Zeit des Rückzugs, der Stille, des Unbewussten, des Mysteriums und der inneren Wandlung. In der Nacht ist alles formbar und flexibel. Der Tag ist das feste und fixierte. Spirituell heißt das: In der Stille, im Loslassen, im Nichtwissen geschieht die innere Reifung. In der Dunkelheit der Gebärmutter wird das Licht geboren. Deshalb ist eines der Namen der Göttin “Devi”, die Strahlende. Alles, alle Welten werden von ihr geboren, sie ist die Quelle von allem. Die Göttin wirkt nicht nur im Aussen, sondern auch als verborgene, formende und befreiende Intelligenz die wir extrahieren können. Navaratri lädt dazu ein, in diese tiefere Schicht des Seins hinabzusteigen, Schatten zu erlösen und das Licht von Wahrheit und Liebe zu entzünden.

    Bedeutung für die persönliche Sadhana

    Für eine ernsthafte Sadhana ist Navaratri eine wunderbare Zeit, um bewusst an sich zu arbeiten. Nicht im Sinn von Selbstoptimierung, sondern von innerer Ausrichtung und Fokus. Und als Erinnerung: wir haben nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Wie möchte ich sie nutzen? Welche Prioritäten setze ich? Wie kann ich positive Samen säen?
    Praktisch kann das heißen:

    • reduzieren statt überladen
    • sattvisch (vegetarisch) essen
    • Mantra und Japa vertiefen
    • Meditation vertiefen
    • Schatten nicht ausweichen, sondern begegnen
    • die Shakti, Lebenskraft, verehren durch Gebet, Ritual, Tanz

    Traditionell gehört dazu auch Kontemplation, Rezitation von Schriften, Fasten und tägliche Verehrung der Devi. Aber ohne inneren Bezug bleibt das nur Folklore. Der eigentliche Punkt ist: Die Göttin soll im eigenen Bewusstsein lebendig werden.

    (Noch mehr) Navaratri-Tipps für deine persönliche Praxis

    Navaratri ist eine kraftvolle Zeit, um dich bewusst mit der Energie der Göttin zu verbinden — nicht nur im Ritual, sondern ganz praktisch im Alltag. Es braucht nicht viel. Schon kleine, klare Schritte können deine Praxis vertiefen und diese Tage zu einer Zeit von Reinigung, Ausrichtung und innerer Öffnung machen.

    1. Verzichte bewusst auf etwas, wovon du “abhängig” bist
      Zum Beispiel auf Koffein, Süßigkeiten, ständiges Snacken, Alkohol oder unnötigen Medienkonsum.
    2. Halte deine Ernährung einfach und sattvisch
      Iss in diesen Tagen möglichst frisch, leicht und bewusst. Ideal wäre vegetarisch. Esse nicht zuviel. Schon einfache vegetarische Mahlzeiten können helfen, den Geist ruhiger und feiner werden zu lassen.
    3. Beginne den Tag mit einem Moment der Ausrichtung 
      Schon 3–5 Minuten am Morgen reichen: eine Kerze anzünden, still sitzen, ein Gebet sprechen oder dein Herz auf die Qualität ausrichten, die du kultivieren möchtest. Chante ein Mantra (siehe unten), würdige deinen Körper (Asana Praxis) und deine Lebenskraft (Pranayama)
    4. Räume äußerlich und innerlich auf
      Ein kleiner äußerer Frühjahrsputz kann Teil der Praxis sein: einen Tisch ordnen, Altes loslassen, bewusst Platz schaffen. Das wirkt oft direkt auf den Geist.
    5. Nimm dir abends einen Moment der Reflexion / Journaling
      Frage dich:
      Was hat die Auseinandersetzung mit der Göttin mit mir gemacht, was kam zum Vorschein?
      Wo habe ich mehr Klarheit gespürt?
      Welche Gefühle kamen hoch?
      Welche Qualität der Göttin möchte ich morgen bewusster leben?
    6. Schaffe dir einen kleinen „Altar“. Stell dir ein Bild der Göttin auf, eine Kerze und Blumen und meditiere morgens und abends. Experimentiere mit kleinen Gebetsformeln. Schau was für dich passt und wo du Resonanz spürst.

    Mantra Praxis für die Shakti Sadhana

    Sprache, Mantra und Sound sind die schöpferischen Ausdrucksformen der Devi. Ein sehr einfacher und kraftvoller Praxistipp ist, jeden Tag ein Mantra einige Minuten lang zu wiederholen — laut, flüsternd oder in Stille. Du kannst dafür eine Mala (Gebetskette) nutzen oder einfach 9, 27 oder 108 Wiederholungen praktizieren. (eine Mala hat normalerweise 108 Perlen)

    Für die drei Hauptaspekte der Göttin kannst du diese Mantren verwenden:

    Tag 1 – 3:
    Für Schutz, Stärke und Transformation – Durga:
    Om Hrim Dum Durgaye Namaha

    hier zum anhören:

    Tag 4-6:
    Für Fülle, Herzenskraft und innere Schönheit – Lakshmi:
    Om Shrim Lakshmayei Namaha

     

    Tag 7-9:
    Für Klarheit, Weisheit und inspirierten Ausdruck – Saraswati:
    Om Aim Sarasvatyei Namaha

     

    Habits – wie du mit Hilfe von Yoga Gewohnheiten änderst

    Habits – wie du mit Hilfe von Yoga Gewohnheiten änderst

    Du willst etwas ändern? Mehr Gesundheit, Klarheit, Offenheit und Mitgefühl? Sehr gut 🙂 Aber wie?

    Der sprichwörtliche Schweinehund lässt sich nicht einfach überwinden. Aber mit Hilfe der Inspiration der Yoga Sutren und moderner Forschung zum Thema “Veränderung von Gewohnheiten” schaffen wir das.

    Patanjalis Yoga Sutra

    Der Text wird als einer der Grundlagentexte des klassischen Yoga betrachtet.
    Entstanden wahrscheinlich in den ersten Jahrhunderten n. Chr. erklären sie, wie man den Geist von seinen Fesseln befreit. Das ist ein zeitloses Thema. Trotz all unserer materiellen und technischen Entwicklung hat sich der menschliche Geist grundlegend nicht viel verändert. Neid, Hass, Wut, Scham, Schuld, Eifersucht, Enttäuschung, Stress, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung, Einsamkeit, Unsicherheit plagen uns immer noch wie zuvor. Und Depression scheint global pandemische Ausmaße anzunehmen.

    Wir können an den Symptomen arbeiten oder an der Wurzel. Für die „Wurzelbehandlung“ ist eine Transformation des Bewusstseins unumgänglich. Das “Problem”: Es kann niemand für uns machen: weder ChatGPT noch die neuesten Designerdrogen. Man muss an sich selbst arbeiten. Und das fängt mit dem Erkennen und Verändern eigener Gewohnheiten an

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    Von der Resolution zur (Yogi) Revolution

    Gute Vorsätze sind gut – die die haben wir ja alle – aber dann muss der nächste Schritt folgen: Die Kultivierung einer Praxis über lange Zeit (dīrgha-kāla), ohne Unterbrechung (nairantarya), mit echter Hingabe (satkāra) und konsequentem Dranbleiben (āsevito) – dann wird sie zur „festen Basis“ (dṛḍha-bhūmiḥ).

    Übersetzt ins moderne Leben: Soll die Yoga Praxis wirklich transformierend sein, braucht es über eine lange Zeit Commitment, Regelmäßigkeit, Hingabe – und eine innere Haltung, welche die Praxis als etwas Wertvolles behandelt.

    Commitment und Fokus

    Commitment heißt Verbindlichkeit und Disziplin. Du musst dem Yoga und der Praxis Priorität geben, um weiterzukommen. Dazu braucht es ein Herauskommen aus der Beliebigkeits- und Junkfoodfalle. Es ist ein bischen wie in einer Beziehung. Um das ganze Potenzial einer Beziehung zu erfahren, musst du dich komplett auf sie einlassen. Wenn dir die Person wirklich wichtig ist und du sie wahrhaftig liebst, gibst du nicht auf, wenn Schwierigkeiten oder Hindernisse auftauchen. Du bleibst dabei. Wenn du dich nicht festlegen willst, hast du vielleicht mehr Abwechslung aber nicht wirkliche Tiefe. Du driftest von einem zum anderen ohne Fokus. Commitment entsteht, wenn du etwas als wichtig erachtest und dafür Verantwortung übernimmst. Und was gibt es wichtigeres als dein wahres Selbst zu entdecken und wahre Verbundenheit, Freude und Mitgefühl zu erfahren? 
    Und nebenbei: Mit etwas Commitment und Disziplin wirst du staunen, wie pünktlich du zu den Yogastunden kommst 😉 und wie du zuhause plötzlich jeden Tag Zeit findest für deine Praxis.

    Praktischer Tipp: Verpflichte dich ein Jahr lang regelmäßig Yoga zu machen. Im Studio und zuhause, geh auf Retreats und Workshops etc. Danach schau, wie es dir geht. Betrachte das Ganze als Selbstexperiment. 

    Regelmässigkeit

    Gewohnheiten ändern sich durch Häufigkeit. Je mehr du eine bestimmte Handlung machst, umso mehr wird sie verfestigt. Im positiven wie im negativen: Wenn du täglich einen Doppelwhopper Burger mit extra Majo und Ketchup isst, wirst du gut im Burger essen mit all den Folgen. Wenn du dich täglich ärgerst, wirst du gut im dich ärgern und Ärger wird ein Teil von dir. Wiederholung ist ausschlaggebend. Versuche deshalb kleine tägliche Einheiten mit positiven Gewohnheiten zu trainieren. Z.b. sind tägliche Mini Einheiten Yoga besser als einmal in der Woche eine 2 Stunden Praxis.

    Praktischer Tipp: Mache kleine Schritte und versuche zusätzlich zum Üben im Studio, kleine Yogasessions zuhause zu etablieren um Kontinuität aufzubauen. Fange mit 5 Minuten an und steigere langsam. Versuche nach der Praxis kurz in der Meditation zu sitzen. In unserer On Demand Library findest du viele Praxis Videos dafür.

    Hingabe

    Was immer du machst, ohne Hingabe fehlt die entscheidende Qualität. Es fehlt Erfüllung, Zufriedenheit und Genährtsein. Hingabe hat nichts mit Selbstaufgabe zu tun, sondern sie verbindet dich mit den großen Kräften des Universums: Loslassen, Verbundenheit & Fülle. Erfahrbar wird Hingabe durch Präsenz und Gegenwärtigkeit. Und das ist eine Qualität des Herzens: die Yogis sprechen hier vom “inneren” Herz als Symbol einer ganzheitlichen, fühlenden Erkenntnisfähigkeit jenseits der konditionierten Reaktionen und Anhaftungen des Geistes. Durch Hingabe wirst du von einer grösseren Kraft getragen und was du machst, wird anstrengungslos. Du bist im Flow. Ganz allgemein heißt Hingabe: du bist ganz dabei, lässt dich ohne Widerstand auf die Erfahrung ein und gibst dich hin. 
    Eine der ältesten Übungen zur Hingabe sind Tanzen und Singen. Im Bhakti Yoga wird gesagt, singen zum Höchsten reinigt den Spiegel unserer Herzen.

    Praktischer Tipp: Erforsche mal, wie oft und wann im Alltag Widerstand gegen eine Erfahrung auftaucht. Es ist ein Gefühl der Kontraktion im Herz, starken mentalen Bewertungen, Zweifel und Abgeschnittensein vom Körper.

    Unterstützung

    Umgebe dich mit Menschen, die dir helfen, deine Gewohnheiten zu ändern – oder noch besser, die deine angestrebten Gewohnheiten schon Leben. Vermeide eine Umgebung oder Menschen, die dich runterziehen, Energie kosten oder verwirren. Deshalb ist es wichtig, ins Yogastudio zu kommen: hier ist die ideale Umgebung und Community, die sog. Sangha, die deine Werte teilt und unterstützt.

    Praktischer Tipp: erforsche im Alltag welche Umgebung und welche Menschen dir Energie geben oder rauben.

    Erkenntnisse aus moderner Forschung & Habit-Science 

    1. Identität verändern
      Nachhaltige Gewohnheiten entstehen, wenn du sie als Teil deiner Identität lebst: „Ich bin praktizierender Yogi“ statt „Ich bin ein Couch Potatoe und sollte mehr Yoga machen.“
    2. Umgebung ist der geheime Coach
      Was sichtbar und leicht zugänglich ist, passiert häufiger. Lege Matte/Block schon bereit, entscheide die Uhrzeit vorher. Plane im Voraus.
    3. Wenn–Dann Pläne (Implementation Intentions) funktionieren besser als gute Vorsätze. Beispiel: Wenn die Kaffeemaschine läuft, dann mache ich 3 Runden Sonnengrüsse. Konkrete Auslöser machen Commitment alltagstauglich.
    4. kleine Belohnungen & Tracking
      Ein kurzes gutes Gefühl danach (durch Tee, Musik, Häkchen im Kalender) verstärkt die Routine. Nicht weil du Belohnungen “brauchst“, sondern weil so dein Nervensystem lernt und die neue Gewohnheit positiv verankert wird.
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    Buchtipp:
    Atomic Habits – James Clear

    wie kleine, kontinuierliche Veränderungen enorme Auswirkungen auf unser Leben haben können. Das Buch basiert auf wissenschaftlich fundierten Prinzipien der Verhaltenspsychologie und liefert praktische Strategien, um positive Gewohnheiten aufzubauen und destruktive zu überwinden. Clear erklärt, wie man durch das “Four Laws of Behavior Change”-Modell – bestehend aus Auslöser, Attraktivität, Umsetzung und Belohnung – Gewohnheiten nachhaltig etabliert. Das Buch bietet zahlreiche Beispiele und konkrete Tipps, um Hindernisse zu überwinden, Motivation zu fördern (z.b um wieder mehr Yoga zu machen 😉 und langfristig erfolgreich zu sein…na dann…

    Brauche ich einen Guru? Gedanken zur Schüler- Lehrer Beziehung

    Brauche ich einen Guru? Gedanken zur Schüler- Lehrer Beziehung

    Jedes Jahr im Juli wird in Indien Guru Purnima gefeiert. Es ist eine Feierlichkeit um den Lehrern* in seinem Leben zu gedenken und zu danken. Guru ist der Lehrer, Purnima ist der Vollmond. Der Vollmod symbolisiert den “erleuchteten” Geist. Wie der Mond die Sonne reflektiert kann sich unser Geist  für das Licht des höchsten Bewusstseins öffnen und dieses reflektieren. Das wird als ein ekstatisches Erwachen und überwinden persönlicher Grenzen und Limitierungen erfahren. Aber unser Geist ist ein gewiefter Genosse und lässt nicht so einfach von seinen Überzeugungen und Gewohnheiten los, seien sie noch so einschränkend, leidvoll oder negativ. Deshalb war in den Yoga Traditionen die Rolle des Guru fundamental. Der Guru hilft uns, das zu sehen, was wir allein nicht erkennen – und zu lösen, woran wir unbewusst festhalten.

    Guru bedeutet: von der Dunkelheit (gu) ins Licht (ru)

    Der Begriff Guru bedeutet nicht nur einen menschlichen Lehrer sondern ebenso ein universelles Prinzip der Selbsttransformation. Es ist das in der Schöpfung angelegte bestreben Selbstausdruck, Wissen und Wahrheit auszudehnen und zu erfahren. Das kommt schön in dem Guru Stotram (siehe weiter unten) zum Ausdruck: Alles ist unser Lehrer: die Schöpfung, das Leben, die Schwierigkeiten und Hindernisse (die besonders). Wenn unsere Herzen offen sind sehen wir überall die Möglichkeit des Lernens und des Wachstums. 

    Wie Eckhart Tolle so schön sagte: 

    “Ich hatte viele Zen Lehrer – alle von Ihnen Katzen”

    Verehrung ohne Personenkult

    Das Thema Guru ist für viele kein einfaches. Wir verbinden damit Autorität, Hirarchien, Personenkult, Machtmissbrauch. Besonders die Bedeutung eines spirituellen Lehrers* ist in unserer eher materialistisch orientierten westlichen Kultur ein relativ unbekanntes Konzept. Anders sieht es in den östlichen Weisheitstraditionen aus wo der Guru oft eine zentrale Rolle einnimmt. Auch das Yoga ist ursprünglich eine Guru (Lehrer)-Shishya (Schüler) Tradition. Hat es dich auch schon mal irritiert das am Ende einer Yogastunde sich Schüler mit zusammengefalteten Händen leicht vor dem Lehrer verneigen?

    Es ist sehr wichtig folgendes zu erkennen: Wenn wir uns im Yogaunterricht oder auf dem spirituellen Weg vor einem Lehrer verneigen, dann ehren wir nicht die Person, sondern die Lehre, die durch sie wirkt. Wir verneigen uns nicht vor einer Persönlichkeit – sondern vor dem Licht, das durch sie scheint. Dankbarkeit dem Lehrer – aber unsere Hingabe gilt der Wahrheit. Mit diesem Verständnis kann die Übung der Hingabe im (Yoga-) Unterricht, durch Hände zusammenlegen oder einer leichten Verneigung sehr heilsam sein. Deshalb experimentiere doch mal damit. Spüre bewusst deinen Widerstand atme tief ein und aus, bringe dir in das Bewusstsein wofür du dankbar bist: das du es überhaupt ins Studio geschafft hast, für das Lächeln deines Mattennachbarns, deine Katze zuhause, deine Familie, das Leben…und verneige dich!

    Wie finde ich den „richtigen“ Lehrer?

    Durch Entspannung; es gibt das alte Sprichwort: Ist der Schüler bereit, zeigt sich der Lehrer. Normalerweise sind die Personen und Beziehungen in deinem Leben jetzt genau die richtigen Lehrer für dich. Abgesehen davon bietet die Beziehung zu einem spiritueller Lehrer eine potente Möglichkeit die eigene innere Freiheit, die eigene Flamme – den eigenen inneren Lehrer – zu realisieren. Deshalb wird sie in der Yoga Tradition als die höchste mögliche Form menschlicher Beziehung betrachtet. Der Guru fungiert als Portal, als Magnet und Möglichkeit. Er führt den Schüler entsprechend seiner Qualfikation an Schwellen: durchgehen muss der Schüler selbst. Und wie das mit sehr potenten Beziehungen so ist: es kann unser höchstes Potenzial freilegen oder das Gegenteil. Der “äussere” Lehrer fungiert dabei idealerweise als Projektionsfläche durch die sich alte Muster, Verstrickungen und Bindungen  zeigen und aufgelöst werden. Das jedoch braucht eine grosse Reife und das richtige Verständnis, die vor allem beim Schüler, aber auch manchmal beim Lehrer nicht immer vorhanden ist. Ein Klassiker: alte persönliche Projektionen (sehr beliebt: Eltern, Lover) werden aktiviert und ausgelebt  und in dessen komplexen Drama bleibt die Beziehung stecken bzw der Schüler verlässt desillusioniert die Beziehung.

    Guru-Yoga

    Meine persönliche Meinung: Guru Yoga wie es in traditionellen Pfaden gelehrt wurde, ist heute nur für wenige wirklich geeignet. Viele von uns tragen tiefe Verletzungen im Umgang mit Autorität und Beziehung in sich. Wer sich auf diese Art von Schüler-Lehrer-Beziehung einlässt, sollte den inneren Ruf verspüren, schon an sich gearbeitet haben und eine gewisse Selbstkenntnis und Stabilität  mitbringen. Wie sagte es Ramakrishna, ein Heiliger aus Indien so schön: „Suche nicht nach Erleuchtung, es sei denn, du suchst sie so, wie ein Mann, dessen Haare brennen, einen Teich sucht.“ Es gibt wunderbare therapeutische Ansätze die für uns westlich orientierte Menschen oft besser geeignet sind um “kleine” Feuer, wie Selbstwert- und Beziehungsthemen sowie Traumata zu löschen.

     Während die Frage, ob ich einen spirituellen Lehrer brauche für viele “modernen” Fitness- bzw Gesundheitsorientierten Yogaschüler sowieso völlig irrelevant ist, kann es für andere der nächste logische Schritt sein um tiefer einzutauchen.

    Woran erkenne ich einen problematischen Lehrer?

    Hier eine kurze Checkliste – 
    Sei achtsam, wenn du folgende Anzeichen bemerkst:

    • Die gesamte Aufmerksamkeit kreist um den Lehrer
    • Es wird (direkt oder subtil) Unterordnung verlangt.
    • Autoritärer, dogmatischer Unterricht bzw Teaching.
    • emotionale Kälte und Humorlosigkeit
    • Die Gemeinschaft wirkt ängstlich, unlebendig und abgeschottet.
    • Kein echtes Mitgefühl oder Dankbarkeit dem Schüler gegenüber.
    • andere Schulen, Lehrer oder Sichtweisen werden abgewertet
    • Schüler die die Gemeinschaft verlassen haben werden abgewertet
    • spiritueller Chauvinismus: Es wird vermittelt die eigene Methode, Schule, Sichtweise, Lehre ist die Beste, Tiefste, spirituellste…
    • Keine Ermutigung an den Schüler den eigenen Weg zu gehen und das gelernte in die Welt zu tragen
    • Kritik wird nicht akzeptiert, ignoriert oder sonstwie abgeschmettert.
    Ralf-Frawley im Soma Yoga Freiburg

    Charisma lebt von deiner Energie

    Generell sei ebenso achtsam bei sehr charismatischen Lehrern und achte darauf wem du deine Aufmerksamkeit und Lebenskraft schenkst. Charisma braucht Publikum und nährt sich von der Energie und Aufmerksamkeit anderer. Während es Teil einer funktionierenden Lehrer-Schüler Beziehung ist, dass dir der Lehrer Themen wiederspiegelt damit du sie auflösen kannst, wird er nicht versuchen dich an ihn zu binden. Natürlich, wie in  jeder Beziehung gibt es verschiedene Phasen, die ein Committment und einlassen auf die Beziehung beinhaltet und braucht. Aber ebenso ermutigt dich jeder wahre Lehrer irgendwann (ihn / sie) loszulassen und deinem eigenen inneren Licht zu folgen.  Ein guter Check kann sein: öffnet sich (noch) etwas in dir wenn du in der Nähe oder im Kontakt mit ihm / ihr bist, fühlst du Expansion, Inspiration, Neugier, gesteigerte Lebendigkeit? Oder verschliesst sich etwas, fühlst dich eingeengt, unfrei, klein gemacht und eingeschüchtert?…
    Tipp: renn weg so schnell es geht!

    Eine mystische Beziehung

    Alles was wir sind und erreicht haben verdanken wir anderen Menschen, Tieren und Wesen die unsere Lehrer und Mentoren waren. Angefangen von unseren ersten Gurus: Mutter und Vater! Ebenso sind wir immer auch Lehrer für andere und lehren dadurch, wie wir leben, denken und handeln. Es ist gut das ab und zu zu reflektieren.

    Eine Schüler  / Lehrer Beziehung ist eine heilige Beziehung die wir unmöglich ganz erfassen können. Heute an Guru Purnima kann es eine schöne Möglichkeit sein, diese besondere Beziehungen zu würdigen. Es ist eine magische und mystische Angelegenheit des Herzens. In ihrer reinsten Form ist sie auf Liebe, Wahrhaftigkeit und gegenseitigem Respekt gegründet. Wo diese Qualitäten lebendig sind, wird Lehre nicht zur Belehrung, sondern zur Befreiung. Befreiung heisst, du stehst auf deinen eigenen zwei Beinen und folgst deinem eigenen (Seelen-) Licht.

    Danke und Pranam (Verneigung) 🙏 an alle die Lehrer über die ich irgendwie durch Zufall, Glück oder Bestimmung ‘gestolpert’ bin und immer wieder stolper:
    Amir und Samira Ahler, Dr. David Frawley, Yogini Shambhavi, Igor Kufayev, Clive Sheridan, Shri Anish, sowie Indien mit all den Meistern, Saints & crazy wisdom. Ebenso Pranam an Sundari Ma, meine beloved Daisy Bowman, Katzen und vor allem an all den Yoga Schülern die mich immer wieder neu inspirieren!

    Om Jai Ma Guru!

    Guru-Purnima-Praxis – die Lehrer ehren

    Dauer: 10–15 Minuten
    Ort: Ein ruhiger Platz – mit bequemer Sitzhaltung, vielleicht eine Kerze oder ein Bild, das dich inspiriert.

    1. Ankommen & Ausrichten (1–2 Min)

    Schließe deine Augen.
    Spüre den Boden unter dir. Nimm ein paar tiefe, ruhige Atemzüge.
    Lasse dein Gesicht und Körper entspannen

    1. Innere Verneigung – Visualisiere deine Lehrer (3–5 Min)

    Rufe in deinem Herzen einen Menschen oder mehrere ins Bewusstsein, die für dich Lehrer:innen im Leben waren – spirituell, menschlich, schmerzhaft oder inspirierend. (Vielleicht war es eine Yogalehrerin, eine Mentorin, ein Kind, ein Tier, ein Verlust, sogar ein Konflikt.

    Lass jede dieser Figuren innerlich vor dir erscheinen –
    und verneige dich in deinem Herzen.

    Sage innerlich: „Ich danke dir. Du hast mich etwas Wahres über mich selbst gelehrt.“
    sei offen und achtsam für die Gefühle die auftauchen, alle sind erlaubt.

    1. Der innere Guru – das Licht in dir (2–4 Min)

    Lege nun die Hände auf dein Herz.
    Visualisiere ein kleines Licht oder Flamme in dir

    Wiederhole und chante das Mantra „Guru Brahma“ (oder nur innerlich) 3x

    1. Abschließen & Segnen (2 Min)

    Zum Abschluss bringe beide Hände in Namasté oder berühre leicht deine Stirn – als Zeichen der inneren Verneigung.
    Wenn du möchtest, sprich laut oder innerlich: Ich danke allen meinen Lehrer:innen – in dieser Welt und darüber hinaus.“

    Öffne sanft die Augen. Schreibe die wichtigsten Erkenntnisse auf oder schreibe jemand einen Dankesbrief!

     

    Om Shanti Shanti Shanti 
    Ralf,

    Direktor Soma Yoga

     

    Rettet globales Yoga die Welt? –  Von persönlich zu global zu kosmisch – bist du dabei?

    Rettet globales Yoga die Welt? – Von persönlich zu global zu kosmisch – bist du dabei?

    Jedes Jahr wird von der UN am 21. Juni ein Internationaler Yogatag ausgerufen, um die zahlreichen Vorteile und positiven Auswirkungen von Yoga zu verbreiten. Wie immer man auch zu solchen “Tagen” steht, sie können zumindest unser Bewusstsein für bestimmte Themen öffnen und sensibilisieren und vielleicht den ein oder anderen bewegen neues auszuprobieren (wie in unserem Fall Yoga) oder neue Sichtweisen oder Handlungsspielräume zuzulassen. Es gibt übrigens auch einen Tag der Schraubenziege (fantastisch!) einen Tag der Kartoffel (lecker) und einen inoffiziellen Weltkatzentag (überlebenswichtig) am 8. August…unter vielen anderen.

    Das Thema des Yogatages letztes Jahr war: Eine Erde, eine Familie, dieses Jahr ist es: Yoga for women empowerment. Beide Themen sind verbunden, komplex und vielschichtig. Und heutzutage, mit all den Krisen die wir erfahren wichtiger denn je.
    Es ist meine Hoffnung das mehr und mehr Menschen die Impulse der persönlichen Yogapraxis nutzen, um über den Mattenrand hinauszuschauen. Wenn wir Yoga nutzten, um uns in einer Art ‘metime’ Wohlfühloase abzuschotten, wie wichtig diese auch manchmal ist, tun wir uns selbst und der Welt keinen Gefallen. Im Gegenteil. Yogapraxis sollte uns ermöglichen mit Klarheit und einem offenen Herzen der Welt zu begegnen und einen positiven Beitrag leisten zum Wohle aller. Mehr noch, Yoga sollte uns zu einer Erfahrung verhelfen wo wir tatsächlich alle Menschen und die ganze Erde als eine Familie betrachten. Globales planetarisches Yoga. Das funktioniert nur wenn wir wieder eine Verbindung zur Erde als Basis jeder wahren Spiritualität herstellen und erkennen, dass wir eingewoben sind in ein grosses Lebensgeflecht, wo alles miteinander verbunden ist – belebt von der gleichen Kraft und dem gleichen Spirit. Wir sind ein Teil der Natur und in uns wirken die gleichen Kräfte. Yoga aktiviert und nutzt die evolutionäre Kraft (Shakti) verborgen in der Natur – und in unserer Seele – um die Anhaftung an eine limitierte Identität zu lösen und die Illusion von Trennung zu beenden.

    Yoga im Zeitalter einer spirituellen Krise

    Die Gegenwärtige Krise und der tragische Zustand der Welt auf gesellschaftlicher, politischer und ökologischer Ebene hat seinen Ursprung in einem Bewusstsein abgekoppelt von der organischen und heiligen Verbundenheit mit Allem. Wir erkennen nicht die Einheit hinter all den Unterschieden. Intellektuell versuchen wir das zwar, aber das macht es nur noch schlimmer. Einheit und Verbundenheit kann man nicht ‚denken‘ oder ‚abstrahieren‘, es ist eine gelebte verkörperte Erfahrung eines rezeptiven und ‚fühlenden‘ Bewusstseins jenseits des Intellekts. So finden wir uns im Kern in einer spirituellen Krise des kollektiven Bewusstseins wieder. Dieses basiert auf falschen Werten, Zielen und Praktiken welches Egoismus, Dominanz und Gier fördern. Wir haben den Kontakt zu unserer inneren und äußeren Natur verloren und zerstören dabei den Planeten und uns selbst. Global ernten wir die karmischen Früchte unter anderem in Form zunehmende Konflikte, der Gefahr eines Krieges, Klimawandel und Artensterben.

    Das dunkle Feuer unserer Zivilisation

    Als Spezies zerstören wir unsere Ökosysteme, die Basis unserer Existenz, beuten die Tierwelt aus und sind bereit für unsere kleinlichen Überzeugungen zu töten und zu morden. Wir haben keine Kultur geschaffen inspiriert von Mitgefühl, Weisheit und Sensitivität, welche alle Lebensformen miteinbezieht, sondern von Konsum, Arroganz und Größenwahn wo die eigene Agenda oder die der gleichen “Interessengruppe” im Vordergrund stehen. Wir finden kaum die Betonung von Tugenden wie Wertschätzung, Selbstdisziplin, Achtsamkeit und Liebe. Im Gegenteil: alles wird noch vulgärer, oberflächlicher und krasser. Mit all unseren modernen Errungenschaften leiden wir unter allerlei körperlichen und psychologischen Beschwerden. Stress und Depression ist eine der größten Epidemien heutzutage und ein deutliches Symptom, dass wir nicht in Harmonie sind mit dem Leben.

    Unheilige Religion, Politik und Technologie

    Unsere Religionen gleichen unheiligen, intoleranten konkurrierenden Glaubenssystemen, wo es darum geht, möglichst viele “Followers” zu bekommen im Kampf gegen die “anderen”. Anstatt wahrer Spiritualität sehen wir einen dumpfen regressiven Fundamentalismus der noch mehr Gewalt und Konflikt schafft. In kaum einer der großen Weltreligionen sehen wir eine Inspiration alle Menschen in ihren Unterschieden zusammenzuführen und mit ihrem inneren Selbst zu verbinden.
    Unsere politische Landschaft gleicht ausgedienten, selbstsüchtigen, korrupten Dinosauriern, gefangen in anorganischen Ideologien und einem anachronistischen System nicht fähig den Anforderungen der Realität gerecht werden. Lebensfeindlicher Radikalismus, Nationalismus und der Rechtsruck in den vergangenen Wahlen sind einige der Ergebnisse davon.
    Unsere Technologie schafft eine virtuelle Realität, die uns immer mehr von der Natur und uns selbst entfremdet und uns isoliert und einsam macht. Wir nutzen sie vermehrt zur Manipulation, Kontrolle und Konformität und sie wird gleichzeitig immer weniger zu kontrollierbar. Unsere angesammelten Nuklearwaffen haben die Kraft den ganzen Planeten zu zerstören und wir bauen KI unterstützte “intelligente” Waffensysteme die immer effizienter, umfassender und präziser töten können. Man fragt sich: was hat das mit Intelligenz zu tun?

    Die gute Nachricht: wir können uns / es ändern

    Diese kurze Bestandsaufnahme mag sich schlimm anhören, aber man kann es auch als Zeichen eines Wandels verstehen. Immer mehr Menschen wachen auf – auch durch Yoga und andere spirituell orientierte Methoden, und erkennen das es einen Bewusstseinswandel braucht. Wir können die gegenwärtigen Probleme nicht mit dem alten Bewusstsein lösen und alles ständig symptomatisch behandeln und hin und her schieben.

    Empowerment von Frauen – die nötige Rückkehr der Göttin

    In diesem Sinne ist ‘Empowerment’ von Frauen nicht nur eine soziale oder politische Frage der besseren Gleichberechtigung. Das weibliche Prinzip ist auch eine mächtige archetypische Kraft – ausgedrückt und repräsentiert als Göttin – die auf allen Ebenen wirkt. Es ist vielleicht eine Frage des Überlebens, ob wir das weibliche Prinzip, das weibliche in jedem von uns, wieder entdecken und ehren, als das, was es ist: eine heilige Kraft der Verkörperung und des Lebens. Das Wertschätzen und Verehren des weiblichen Prinzips als Schöpfungskraft, “Mutter” Erde und generell als kreative Kraft hinter aller Manifestation ist ein Schlüssel für persönliches spirituelles Wachstum aber auch für uns als Spezies generell. In der inneren Energiearbeit des Yoga ist es die Gnade und transformative Kraft der Göttin, der Yoga Shakti, welche unsere Herzen erweckt und zurückführt zu Einheit, Frieden und Gleichgewicht (Shiva). Die Göttin repräsentiert die pulsierende, transformierende Schönheit und verborgene Realität hinter und jenseits aller Kräfte des Universums. Als solche ist sie verantwortlich für die elementaren Lebensprozesse und gibt tiefe Erfüllung, genährt sein auf allen Ebenen, vibrierende Freude und ein tiefes Gefühl für die Kostbarkeit der ‚Verkörperung‘. Leider haben unsere großen Religionen und generell unsere Zivilisation dieser ‘Göttin’ nicht ihren angemessenen Platz eingeräumt, sie unterdrückt oder gleich ganz ignoriert. Die Folge ist Materialismus, Kopflastigkeit und allgemein ein fehlendes Gefühl von Freude und Geborgenheit in einem nährenden Universum. Der Intellekt wurde zum Fetisch zum Verständnis der Welt und unserer selbst. Den Preis, den wir dafür zahlen ist ein Empfinden von Trennung, innerer Leere und Hoffnungslosigkeit. Es ist ein Verlust auf kollektiver Seelenebene. Die Rückkehr der Göttin ist keine Frage des Glaubens, sondern ob wir es schaffen, wieder eine tiefere Verbindung zum Leben herzustellen wo jede Lebensform ihren natürlichen Platz und Berechtigung findet.

    IMG_3559-scaled im Soma Yoga Freiburg

    Planetarisches Yoga

    Auf gesellschaftlicher Ebene braucht es ein zusammenkommen visionärer Politiker, Wissenschaftler, Künstler, spiritueller Lehrer, Geschäftsführer usw. die ein neues Bewusstsein der Einheit verkörpern und die anfangen an Strukturen zu arbeiten, durch die es Formen annehmen kann. Das mag nicht einfach sein und wird noch einige Zeit dauern, aber wir sehen schon viele alternative Grassrootbewegungen, Projekte und Communities in dieser Richtung. Es braucht ebenso ein zusammenkommen als Yoga-Community, welche sich jenseits von Stilen und Traditionen auf der Ebene des Herzens zusammenfindet und sich als Katalysator für einen gemeinsamen Bewusstseinswandel versteht.

    Das Kollektiv wird von den Individuen gespeist. Was jeder von uns hineingibt, hat eine Wirkung. Der imperative Aufruf des Yoga und Ayurveda ist einfach: Übernehme Verantwortung und ändere dich selbst. Dann ändert sich deine Welt. Warte nicht darauf, das es andere tun und trete aus dem halluzinatorischen, destruktiven Kreislauf der Ohnmacht und des Beklagens heraus. Gehe mit dir und dem Leben in Beziehung. Folge nicht Ideen und Ideologien die andere dir einpflanzen, sondern entdecke ein Leben durch die Realität deiner eigenen Wahrheit, die aus einer tieferen Quelle kommt. Löse dich von einengenden Identifikationen, um deinen Selbstwert zu bestätigen. Mach das Universum zu deinem Zuhause. Gehe kleine Schritte und entdecke deine Kraft und dein eigenes Licht. Was immer dann der Ruf deiner Seele ist, es wird gut sein. Wenn du mit dir im Einklang bist, alte Wunden geheilt und dir selbst und anderen Vergeben hast, werden deine Handlungen automatisch dem größeren Dienen. Verbinde und umgebe dich mit Menschen, die deine Werte und Ziele teilen und dir helfen fokussiert und inspiriert zu bleiben. (d.h geh ins Yogastudio, Dojo etc…)

    Wir können lernen das Heilige wieder in den Alltag zu bringen, die Fülle wieder einzuladen. In diesen Moment, diesen Atemzug, diese Begegnung. Die Yoga Asanas können uns öffnen für die Verbundenheit mit der Erde und all seinen Lebewesen. Der Körper ist die Erde, zu der er wieder zurückkehrt, wir haben ihn ja nur geliehen. Die Atemübungen verbinden uns mit der Atmosphäre und dem Sauerstoff, welche die Pflanzen für uns produzieren. Meditation verbindet uns mit dem endlosen Raum von Stille und Weite des Kosmos. Das ist dann planetarisches Yoga.

    Alles ist verbunden
    Wir können uns fragen, wie die Nahrung, die ich esse, den Planeten und seine Lebewesen beeinflusst und nicht nur ob sie gut für mich ist. Wir können berücksichtigen, ob die Kommunikation und meine Handlungen das Wohlergehen und die Harmonie aller Lebewesen unterstützt oder ob sie nur meinem Selbstinteresse dient. Ist die Berufswahl und meine Karriere erhebend und positiv für alle oder ist sie nur ein Mittel zum Geldverdienen auf Kosten anderer? Für wahrhaftiges planetarisches Yoga müssen wir unsere ganze Lebensweise, Beziehungen und Einstellungen anschauen. Integriert unser Leben all die gegensätzlichen Kräfte der Welt in einer größeren Harmonie oder tragen wir zu noch mehr Fragmentation, Isolation und Teilung bei? Diese Integration muss bei uns selbst anfangen, als eine innere Klärung und Heilung, um wirklich nachhaltig zu sein. Alles in allem: Die Lebenszeit, die wir zusammen haben ist ein wertvolles Gut. Wie willst du sie verbringen? Was soll durch dich in die Welt kommen? Kannst du dich selbst als wertvolles Wesen sehen, das du laut Yoga bist: in Perfektion geboren, strahlend, frei und gut?
    Wenn das der Fall ist, dann ist jeder Tag ein internationaler, ja interkosmischer Yogatag 😉

    Dieses (wieder-) erkennen ist eine innere Revolution, deshalb unser programmatischer Titel: Yogi (R)evolution
    Hier nochmal als Inspiration unser Yogi Manifest.

     

    manifesto im Soma Yoga Freiburg
    manifesto-2 im Soma Yoga Freiburg

    Om Shanti Shanti Shanti 
    Ralf,

    Direktor Soma Yoga