Next Level? Soma Yoga Teacher Training 2026 – hier mehr Infos!

    Habits – wie du mit Hilfe von Yoga Gewohnheiten änderst

    Habits – wie du mit Hilfe von Yoga Gewohnheiten änderst

    Du willst etwas ändern? Mehr Gesundheit, Klarheit, Offenheit und Mitgefühl? Sehr gut 🙂 Aber wie?

    Der sprichwörtliche Schweinehund lässt sich nicht einfach überwinden. Aber mit Hilfe der Inspiration der Yoga Sutren und moderner Forschung zum Thema “Veränderung von Gewohnheiten” schaffen wir das.

    Patanjalis Yoga Sutra

    Der Text wird als einer der Grundlagentexte des klassischen Yoga betrachtet.
    Entstanden wahrscheinlich in den ersten Jahrhunderten n. Chr. erklären sie, wie man den Geist von seinen Fesseln befreit. Das ist ein zeitloses Thema. Trotz all unserer materiellen und technischen Entwicklung hat sich der menschliche Geist grundlegend nicht viel verändert. Neid, Hass, Wut, Scham, Schuld, Eifersucht, Enttäuschung, Stress, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung, Einsamkeit, Unsicherheit plagen uns immer noch wie zuvor. Und Depression scheint global pandemische Ausmaße anzunehmen.

    Wir können an den Symptomen arbeiten oder an der Wurzel. Für die „Wurzelbehandlung“ ist eine Transformation des Bewusstseins unumgänglich. Das “Problem”: Es kann niemand für uns machen: weder ChatGPT noch die neuesten Designerdrogen. Man muss an sich selbst arbeiten. Und das fängt mit dem Erkennen und Verändern eigener Gewohnheiten an

    Copy-of-Light-Journey-1280-x-400-px1 im Soma Yoga Freiburg

    Von der Resolution zur (Yogi) Revolution

    Gute Vorsätze sind gut – die die haben wir ja alle – aber dann muss der nächste Schritt folgen: Die Kultivierung einer Praxis über lange Zeit (dīrgha-kāla), ohne Unterbrechung (nairantarya), mit echter Hingabe (satkāra) und konsequentem Dranbleiben (āsevito) – dann wird sie zur „festen Basis“ (dṛḍha-bhūmiḥ).

    Übersetzt ins moderne Leben: Soll die Yoga Praxis wirklich transformierend sein, braucht es über eine lange Zeit Commitment, Regelmäßigkeit, Hingabe – und eine innere Haltung, welche die Praxis als etwas Wertvolles behandelt.

    Commitment und Fokus

    Commitment heißt Verbindlichkeit und Disziplin. Du musst dem Yoga und der Praxis Priorität geben, um weiterzukommen. Dazu braucht es ein Herauskommen aus der Beliebigkeits- und Junkfoodfalle. Es ist ein bischen wie in einer Beziehung. Um das ganze Potenzial einer Beziehung zu erfahren, musst du dich komplett auf sie einlassen. Wenn dir die Person wirklich wichtig ist und du sie wahrhaftig liebst, gibst du nicht auf, wenn Schwierigkeiten oder Hindernisse auftauchen. Du bleibst dabei. Wenn du dich nicht festlegen willst, hast du vielleicht mehr Abwechslung aber nicht wirkliche Tiefe. Du driftest von einem zum anderen ohne Fokus. Commitment entsteht, wenn du etwas als wichtig erachtest und dafür Verantwortung übernimmst. Und was gibt es wichtigeres als dein wahres Selbst zu entdecken und wahre Verbundenheit, Freude und Mitgefühl zu erfahren? 
    Und nebenbei: Mit etwas Commitment und Disziplin wirst du staunen, wie pünktlich du zu den Yogastunden kommst 😉 und wie du zuhause plötzlich jeden Tag Zeit findest für deine Praxis.

    Praktischer Tipp: Verpflichte dich ein Jahr lang regelmäßig Yoga zu machen. Im Studio und zuhause, geh auf Retreats und Workshops etc. Danach schau, wie es dir geht. Betrachte das Ganze als Selbstexperiment. 

    Regelmässigkeit

    Gewohnheiten ändern sich durch Häufigkeit. Je mehr du eine bestimmte Handlung machst, umso mehr wird sie verfestigt. Im positiven wie im negativen: Wenn du täglich einen Doppelwhopper Burger mit extra Majo und Ketchup isst, wirst du gut im Burger essen mit all den Folgen. Wenn du dich täglich ärgerst, wirst du gut im dich ärgern und Ärger wird ein Teil von dir. Wiederholung ist ausschlaggebend. Versuche deshalb kleine tägliche Einheiten mit positiven Gewohnheiten zu trainieren. Z.b. sind tägliche Mini Einheiten Yoga besser als einmal in der Woche eine 2 Stunden Praxis.

    Praktischer Tipp: Mache kleine Schritte und versuche zusätzlich zum Üben im Studio, kleine Yogasessions zuhause zu etablieren um Kontinuität aufzubauen. Fange mit 5 Minuten an und steigere langsam. Versuche nach der Praxis kurz in der Meditation zu sitzen. In unserer On Demand Library findest du viele Praxis Videos dafür.

    Hingabe

    Was immer du machst, ohne Hingabe fehlt die entscheidende Qualität. Es fehlt Erfüllung, Zufriedenheit und Genährtsein. Hingabe hat nichts mit Selbstaufgabe zu tun, sondern sie verbindet dich mit den großen Kräften des Universums: Loslassen, Verbundenheit & Fülle. Erfahrbar wird Hingabe durch Präsenz und Gegenwärtigkeit. Und das ist eine Qualität des Herzens: die Yogis sprechen hier vom “inneren” Herz als Symbol einer ganzheitlichen, fühlenden Erkenntnisfähigkeit jenseits der konditionierten Reaktionen und Anhaftungen des Geistes. Durch Hingabe wirst du von einer grösseren Kraft getragen und was du machst, wird anstrengungslos. Du bist im Flow. Ganz allgemein heißt Hingabe: du bist ganz dabei, lässt dich ohne Widerstand auf die Erfahrung ein und gibst dich hin. 
    Eine der ältesten Übungen zur Hingabe sind Tanzen und Singen. Im Bhakti Yoga wird gesagt, singen zum Höchsten reinigt den Spiegel unserer Herzen.

    Praktischer Tipp: Erforsche mal, wie oft und wann im Alltag Widerstand gegen eine Erfahrung auftaucht. Es ist ein Gefühl der Kontraktion im Herz, starken mentalen Bewertungen, Zweifel und Abgeschnittensein vom Körper.

    Unterstützung

    Umgebe dich mit Menschen, die dir helfen, deine Gewohnheiten zu ändern – oder noch besser, die deine angestrebten Gewohnheiten schon Leben. Vermeide eine Umgebung oder Menschen, die dich runterziehen, Energie kosten oder verwirren. Deshalb ist es wichtig, ins Yogastudio zu kommen: hier ist die ideale Umgebung und Community, die sog. Sangha, die deine Werte teilt und unterstützt.

    Praktischer Tipp: erforsche im Alltag welche Umgebung und welche Menschen dir Energie geben oder rauben.

    Erkenntnisse aus moderner Forschung & Habit-Science 

    1. Identität verändern
      Nachhaltige Gewohnheiten entstehen, wenn du sie als Teil deiner Identität lebst: „Ich bin praktizierender Yogi“ statt „Ich bin ein Couch Potatoe und sollte mehr Yoga machen.“
    2. Umgebung ist der geheime Coach
      Was sichtbar und leicht zugänglich ist, passiert häufiger. Lege Matte/Block schon bereit, entscheide die Uhrzeit vorher. Plane im Voraus.
    3. Wenn–Dann Pläne (Implementation Intentions) funktionieren besser als gute Vorsätze. Beispiel: Wenn die Kaffeemaschine läuft, dann mache ich 3 Runden Sonnengrüsse. Konkrete Auslöser machen Commitment alltagstauglich.
    4. kleine Belohnungen & Tracking
      Ein kurzes gutes Gefühl danach (durch Tee, Musik, Häkchen im Kalender) verstärkt die Routine. Nicht weil du Belohnungen “brauchst“, sondern weil so dein Nervensystem lernt und die neue Gewohnheit positiv verankert wird.
    IMG_5346-scaled im Soma Yoga Freiburg

    Buchtipp:
    Atomic Habits – James Clear

    wie kleine, kontinuierliche Veränderungen enorme Auswirkungen auf unser Leben haben können. Das Buch basiert auf wissenschaftlich fundierten Prinzipien der Verhaltenspsychologie und liefert praktische Strategien, um positive Gewohnheiten aufzubauen und destruktive zu überwinden. Clear erklärt, wie man durch das “Four Laws of Behavior Change”-Modell – bestehend aus Auslöser, Attraktivität, Umsetzung und Belohnung – Gewohnheiten nachhaltig etabliert. Das Buch bietet zahlreiche Beispiele und konkrete Tipps, um Hindernisse zu überwinden, Motivation zu fördern (z.b um wieder mehr Yoga zu machen 😉 und langfristig erfolgreich zu sein…na dann…

    Brauche ich einen Guru? Gedanken zur Schüler- Lehrer Beziehung

    Brauche ich einen Guru? Gedanken zur Schüler- Lehrer Beziehung

    Jedes Jahr im Juli wird in Indien Guru Purnima gefeiert. Es ist eine Feierlichkeit um den Lehrern* in seinem Leben zu gedenken und zu danken. Guru ist der Lehrer, Purnima ist der Vollmond. Der Vollmod symbolisiert den “erleuchteten” Geist. Wie der Mond die Sonne reflektiert kann sich unser Geist  für das Licht des höchsten Bewusstseins öffnen und dieses reflektieren. Das wird als ein ekstatisches Erwachen und überwinden persönlicher Grenzen und Limitierungen erfahren. Aber unser Geist ist ein gewiefter Genosse und lässt nicht so einfach von seinen Überzeugungen und Gewohnheiten los, seien sie noch so einschränkend, leidvoll oder negativ. Deshalb war in den Yoga Traditionen die Rolle des Guru fundamental. Der Guru hilft uns, das zu sehen, was wir allein nicht erkennen – und zu lösen, woran wir unbewusst festhalten.

    Guru bedeutet: von der Dunkelheit (gu) ins Licht (ru)

    Der Begriff Guru bedeutet nicht nur einen menschlichen Lehrer sondern ebenso ein universelles Prinzip der Selbsttransformation. Es ist das in der Schöpfung angelegte bestreben Selbstausdruck, Wissen und Wahrheit auszudehnen und zu erfahren. Das kommt schön in dem Guru Stotram (siehe weiter unten) zum Ausdruck: Alles ist unser Lehrer: die Schöpfung, das Leben, die Schwierigkeiten und Hindernisse (die besonders). Wenn unsere Herzen offen sind sehen wir überall die Möglichkeit des Lernens und des Wachstums. 

    Wie Eckhart Tolle so schön sagte: 

    “Ich hatte viele Zen Lehrer – alle von Ihnen Katzen”

    Verehrung ohne Personenkult

    Das Thema Guru ist für viele kein einfaches. Wir verbinden damit Autorität, Hirarchien, Personenkult, Machtmissbrauch. Besonders die Bedeutung eines spirituellen Lehrers* ist in unserer eher materialistisch orientierten westlichen Kultur ein relativ unbekanntes Konzept. Anders sieht es in den östlichen Weisheitstraditionen aus wo der Guru oft eine zentrale Rolle einnimmt. Auch das Yoga ist ursprünglich eine Guru (Lehrer)-Shishya (Schüler) Tradition. Hat es dich auch schon mal irritiert das am Ende einer Yogastunde sich Schüler mit zusammengefalteten Händen leicht vor dem Lehrer verneigen?

    Es ist sehr wichtig folgendes zu erkennen: Wenn wir uns im Yogaunterricht oder auf dem spirituellen Weg vor einem Lehrer verneigen, dann ehren wir nicht die Person, sondern die Lehre, die durch sie wirkt. Wir verneigen uns nicht vor einer Persönlichkeit – sondern vor dem Licht, das durch sie scheint. Dankbarkeit dem Lehrer – aber unsere Hingabe gilt der Wahrheit. Mit diesem Verständnis kann die Übung der Hingabe im (Yoga-) Unterricht, durch Hände zusammenlegen oder einer leichten Verneigung sehr heilsam sein. Deshalb experimentiere doch mal damit. Spüre bewusst deinen Widerstand atme tief ein und aus, bringe dir in das Bewusstsein wofür du dankbar bist: das du es überhaupt ins Studio geschafft hast, für das Lächeln deines Mattennachbarns, deine Katze zuhause, deine Familie, das Leben…und verneige dich!

    Wie finde ich den „richtigen“ Lehrer?

    Durch Entspannung; es gibt das alte Sprichwort: Ist der Schüler bereit, zeigt sich der Lehrer. Normalerweise sind die Personen und Beziehungen in deinem Leben jetzt genau die richtigen Lehrer für dich. Abgesehen davon bietet die Beziehung zu einem spiritueller Lehrer eine potente Möglichkeit die eigene innere Freiheit, die eigene Flamme – den eigenen inneren Lehrer – zu realisieren. Deshalb wird sie in der Yoga Tradition als die höchste mögliche Form menschlicher Beziehung betrachtet. Der Guru fungiert als Portal, als Magnet und Möglichkeit. Er führt den Schüler entsprechend seiner Qualfikation an Schwellen: durchgehen muss der Schüler selbst. Und wie das mit sehr potenten Beziehungen so ist: es kann unser höchstes Potenzial freilegen oder das Gegenteil. Der “äussere” Lehrer fungiert dabei idealerweise als Projektionsfläche durch die sich alte Muster, Verstrickungen und Bindungen  zeigen und aufgelöst werden. Das jedoch braucht eine grosse Reife und das richtige Verständnis, die vor allem beim Schüler, aber auch manchmal beim Lehrer nicht immer vorhanden ist. Ein Klassiker: alte persönliche Projektionen (sehr beliebt: Eltern, Lover) werden aktiviert und ausgelebt  und in dessen komplexen Drama bleibt die Beziehung stecken bzw der Schüler verlässt desillusioniert die Beziehung.

    Guru-Yoga

    Meine persönliche Meinung: Guru Yoga wie es in traditionellen Pfaden gelehrt wurde, ist heute nur für wenige wirklich geeignet. Viele von uns tragen tiefe Verletzungen im Umgang mit Autorität und Beziehung in sich. Wer sich auf diese Art von Schüler-Lehrer-Beziehung einlässt, sollte den inneren Ruf verspüren, schon an sich gearbeitet haben und eine gewisse Selbstkenntnis und Stabilität  mitbringen. Wie sagte es Ramakrishna, ein Heiliger aus Indien so schön: „Suche nicht nach Erleuchtung, es sei denn, du suchst sie so, wie ein Mann, dessen Haare brennen, einen Teich sucht.“ Es gibt wunderbare therapeutische Ansätze die für uns westlich orientierte Menschen oft besser geeignet sind um “kleine” Feuer, wie Selbstwert- und Beziehungsthemen sowie Traumata zu löschen.

     Während die Frage, ob ich einen spirituellen Lehrer brauche für viele “modernen” Fitness- bzw Gesundheitsorientierten Yogaschüler sowieso völlig irrelevant ist, kann es für andere der nächste logische Schritt sein um tiefer einzutauchen.

    Woran erkenne ich einen problematischen Lehrer?

    Hier eine kurze Checkliste – 
    Sei achtsam, wenn du folgende Anzeichen bemerkst:

    • Die gesamte Aufmerksamkeit kreist um den Lehrer
    • Es wird (direkt oder subtil) Unterordnung verlangt.
    • Autoritärer, dogmatischer Unterricht bzw Teaching.
    • emotionale Kälte und Humorlosigkeit
    • Die Gemeinschaft wirkt ängstlich, unlebendig und abgeschottet.
    • Kein echtes Mitgefühl oder Dankbarkeit dem Schüler gegenüber.
    • andere Schulen, Lehrer oder Sichtweisen werden abgewertet
    • Schüler die die Gemeinschaft verlassen haben werden abgewertet
    • spiritueller Chauvinismus: Es wird vermittelt die eigene Methode, Schule, Sichtweise, Lehre ist die Beste, Tiefste, spirituellste…
    • Keine Ermutigung an den Schüler den eigenen Weg zu gehen und das gelernte in die Welt zu tragen
    • Kritik wird nicht akzeptiert, ignoriert oder sonstwie abgeschmettert.
    Ralf-Frawley im Soma Yoga Freiburg

    Charisma lebt von deiner Energie

    Generell sei ebenso achtsam bei sehr charismatischen Lehrern und achte darauf wem du deine Aufmerksamkeit und Lebenskraft schenkst. Charisma braucht Publikum und nährt sich von der Energie und Aufmerksamkeit anderer. Während es Teil einer funktionierenden Lehrer-Schüler Beziehung ist, dass dir der Lehrer Themen wiederspiegelt damit du sie auflösen kannst, wird er nicht versuchen dich an ihn zu binden. Natürlich, wie in  jeder Beziehung gibt es verschiedene Phasen, die ein Committment und einlassen auf die Beziehung beinhaltet und braucht. Aber ebenso ermutigt dich jeder wahre Lehrer irgendwann (ihn / sie) loszulassen und deinem eigenen inneren Licht zu folgen.  Ein guter Check kann sein: öffnet sich (noch) etwas in dir wenn du in der Nähe oder im Kontakt mit ihm / ihr bist, fühlst du Expansion, Inspiration, Neugier, gesteigerte Lebendigkeit? Oder verschliesst sich etwas, fühlst dich eingeengt, unfrei, klein gemacht und eingeschüchtert?…
    Tipp: renn weg so schnell es geht!

    Eine mystische Beziehung

    Alles was wir sind und erreicht haben verdanken wir anderen Menschen, Tieren und Wesen die unsere Lehrer und Mentoren waren. Angefangen von unseren ersten Gurus: Mutter und Vater! Ebenso sind wir immer auch Lehrer für andere und lehren dadurch, wie wir leben, denken und handeln. Es ist gut das ab und zu zu reflektieren.

    Eine Schüler  / Lehrer Beziehung ist eine heilige Beziehung die wir unmöglich ganz erfassen können. Heute an Guru Purnima kann es eine schöne Möglichkeit sein, diese besondere Beziehungen zu würdigen. Es ist eine magische und mystische Angelegenheit des Herzens. In ihrer reinsten Form ist sie auf Liebe, Wahrhaftigkeit und gegenseitigem Respekt gegründet. Wo diese Qualitäten lebendig sind, wird Lehre nicht zur Belehrung, sondern zur Befreiung. Befreiung heisst, du stehst auf deinen eigenen zwei Beinen und folgst deinem eigenen (Seelen-) Licht.

    Danke und Pranam (Verneigung) 🙏 an alle die Lehrer über die ich irgendwie durch Zufall, Glück oder Bestimmung ‘gestolpert’ bin und immer wieder stolper:
    Amir und Samira Ahler, Dr. David Frawley, Yogini Shambhavi, Igor Kufayev, Clive Sheridan, Shri Anish, sowie Indien mit all den Meistern, Saints & crazy wisdom. Ebenso Pranam an Sundari Ma, meine beloved Daisy Bowman, Katzen und vor allem an all den Yoga Schülern die mich immer wieder neu inspirieren!

    Om Jai Ma Guru!

    Guru-Purnima-Praxis – die Lehrer ehren

    Dauer: 10–15 Minuten
    Ort: Ein ruhiger Platz – mit bequemer Sitzhaltung, vielleicht eine Kerze oder ein Bild, das dich inspiriert.

    1. Ankommen & Ausrichten (1–2 Min)

    Schließe deine Augen.
    Spüre den Boden unter dir. Nimm ein paar tiefe, ruhige Atemzüge.
    Lasse dein Gesicht und Körper entspannen

    1. Innere Verneigung – Visualisiere deine Lehrer (3–5 Min)

    Rufe in deinem Herzen einen Menschen oder mehrere ins Bewusstsein, die für dich Lehrer:innen im Leben waren – spirituell, menschlich, schmerzhaft oder inspirierend. (Vielleicht war es eine Yogalehrerin, eine Mentorin, ein Kind, ein Tier, ein Verlust, sogar ein Konflikt.

    Lass jede dieser Figuren innerlich vor dir erscheinen –
    und verneige dich in deinem Herzen.

    Sage innerlich: „Ich danke dir. Du hast mich etwas Wahres über mich selbst gelehrt.“
    sei offen und achtsam für die Gefühle die auftauchen, alle sind erlaubt.

    1. Der innere Guru – das Licht in dir (2–4 Min)

    Lege nun die Hände auf dein Herz.
    Visualisiere ein kleines Licht oder Flamme in dir

    Wiederhole und chante das Mantra „Guru Brahma“ (oder nur innerlich) 3x

    1. Abschließen & Segnen (2 Min)

    Zum Abschluss bringe beide Hände in Namasté oder berühre leicht deine Stirn – als Zeichen der inneren Verneigung.
    Wenn du möchtest, sprich laut oder innerlich: Ich danke allen meinen Lehrer:innen – in dieser Welt und darüber hinaus.“

    Öffne sanft die Augen. Schreibe die wichtigsten Erkenntnisse auf oder schreibe jemand einen Dankesbrief!

     

    Om Shanti Shanti Shanti 
    Ralf,

    Direktor Soma Yoga

     

    Rettet globales Yoga die Welt? –  Von persönlich zu global zu kosmisch – bist du dabei?

    Rettet globales Yoga die Welt? – Von persönlich zu global zu kosmisch – bist du dabei?

    Jedes Jahr wird von der UN am 21. Juni ein Internationaler Yogatag ausgerufen, um die zahlreichen Vorteile und positiven Auswirkungen von Yoga zu verbreiten. Wie immer man auch zu solchen “Tagen” steht, sie können zumindest unser Bewusstsein für bestimmte Themen öffnen und sensibilisieren und vielleicht den ein oder anderen bewegen neues auszuprobieren (wie in unserem Fall Yoga) oder neue Sichtweisen oder Handlungsspielräume zuzulassen. Es gibt übrigens auch einen Tag der Schraubenziege (fantastisch!) einen Tag der Kartoffel (lecker) und einen inoffiziellen Weltkatzentag (überlebenswichtig) am 8. August…unter vielen anderen.

    Das Thema des Yogatages letztes Jahr war: Eine Erde, eine Familie, dieses Jahr ist es: Yoga for women empowerment. Beide Themen sind verbunden, komplex und vielschichtig. Und heutzutage, mit all den Krisen die wir erfahren wichtiger denn je.
    Es ist meine Hoffnung das mehr und mehr Menschen die Impulse der persönlichen Yogapraxis nutzen, um über den Mattenrand hinauszuschauen. Wenn wir Yoga nutzten, um uns in einer Art ‘metime’ Wohlfühloase abzuschotten, wie wichtig diese auch manchmal ist, tun wir uns selbst und der Welt keinen Gefallen. Im Gegenteil. Yogapraxis sollte uns ermöglichen mit Klarheit und einem offenen Herzen der Welt zu begegnen und einen positiven Beitrag leisten zum Wohle aller. Mehr noch, Yoga sollte uns zu einer Erfahrung verhelfen wo wir tatsächlich alle Menschen und die ganze Erde als eine Familie betrachten. Globales planetarisches Yoga. Das funktioniert nur wenn wir wieder eine Verbindung zur Erde als Basis jeder wahren Spiritualität herstellen und erkennen, dass wir eingewoben sind in ein grosses Lebensgeflecht, wo alles miteinander verbunden ist – belebt von der gleichen Kraft und dem gleichen Spirit. Wir sind ein Teil der Natur und in uns wirken die gleichen Kräfte. Yoga aktiviert und nutzt die evolutionäre Kraft (Shakti) verborgen in der Natur – und in unserer Seele – um die Anhaftung an eine limitierte Identität zu lösen und die Illusion von Trennung zu beenden.

    Yoga im Zeitalter einer spirituellen Krise

    Die Gegenwärtige Krise und der tragische Zustand der Welt auf gesellschaftlicher, politischer und ökologischer Ebene hat seinen Ursprung in einem Bewusstsein abgekoppelt von der organischen und heiligen Verbundenheit mit Allem. Wir erkennen nicht die Einheit hinter all den Unterschieden. Intellektuell versuchen wir das zwar, aber das macht es nur noch schlimmer. Einheit und Verbundenheit kann man nicht ‚denken‘ oder ‚abstrahieren‘, es ist eine gelebte verkörperte Erfahrung eines rezeptiven und ‚fühlenden‘ Bewusstseins jenseits des Intellekts. So finden wir uns im Kern in einer spirituellen Krise des kollektiven Bewusstseins wieder. Dieses basiert auf falschen Werten, Zielen und Praktiken welches Egoismus, Dominanz und Gier fördern. Wir haben den Kontakt zu unserer inneren und äußeren Natur verloren und zerstören dabei den Planeten und uns selbst. Global ernten wir die karmischen Früchte unter anderem in Form zunehmende Konflikte, der Gefahr eines Krieges, Klimawandel und Artensterben.

    Das dunkle Feuer unserer Zivilisation

    Als Spezies zerstören wir unsere Ökosysteme, die Basis unserer Existenz, beuten die Tierwelt aus und sind bereit für unsere kleinlichen Überzeugungen zu töten und zu morden. Wir haben keine Kultur geschaffen inspiriert von Mitgefühl, Weisheit und Sensitivität, welche alle Lebensformen miteinbezieht, sondern von Konsum, Arroganz und Größenwahn wo die eigene Agenda oder die der gleichen “Interessengruppe” im Vordergrund stehen. Wir finden kaum die Betonung von Tugenden wie Wertschätzung, Selbstdisziplin, Achtsamkeit und Liebe. Im Gegenteil: alles wird noch vulgärer, oberflächlicher und krasser. Mit all unseren modernen Errungenschaften leiden wir unter allerlei körperlichen und psychologischen Beschwerden. Stress und Depression ist eine der größten Epidemien heutzutage und ein deutliches Symptom, dass wir nicht in Harmonie sind mit dem Leben.

    Unheilige Religion, Politik und Technologie

    Unsere Religionen gleichen unheiligen, intoleranten konkurrierenden Glaubenssystemen, wo es darum geht, möglichst viele “Followers” zu bekommen im Kampf gegen die “anderen”. Anstatt wahrer Spiritualität sehen wir einen dumpfen regressiven Fundamentalismus der noch mehr Gewalt und Konflikt schafft. In kaum einer der großen Weltreligionen sehen wir eine Inspiration alle Menschen in ihren Unterschieden zusammenzuführen und mit ihrem inneren Selbst zu verbinden.
    Unsere politische Landschaft gleicht ausgedienten, selbstsüchtigen, korrupten Dinosauriern, gefangen in anorganischen Ideologien und einem anachronistischen System nicht fähig den Anforderungen der Realität gerecht werden. Lebensfeindlicher Radikalismus, Nationalismus und der Rechtsruck in den vergangenen Wahlen sind einige der Ergebnisse davon.
    Unsere Technologie schafft eine virtuelle Realität, die uns immer mehr von der Natur und uns selbst entfremdet und uns isoliert und einsam macht. Wir nutzen sie vermehrt zur Manipulation, Kontrolle und Konformität und sie wird gleichzeitig immer weniger zu kontrollierbar. Unsere angesammelten Nuklearwaffen haben die Kraft den ganzen Planeten zu zerstören und wir bauen KI unterstützte “intelligente” Waffensysteme die immer effizienter, umfassender und präziser töten können. Man fragt sich: was hat das mit Intelligenz zu tun?

    Die gute Nachricht: wir können uns / es ändern

    Diese kurze Bestandsaufnahme mag sich schlimm anhören, aber man kann es auch als Zeichen eines Wandels verstehen. Immer mehr Menschen wachen auf – auch durch Yoga und andere spirituell orientierte Methoden, und erkennen das es einen Bewusstseinswandel braucht. Wir können die gegenwärtigen Probleme nicht mit dem alten Bewusstsein lösen und alles ständig symptomatisch behandeln und hin und her schieben.

    Empowerment von Frauen – die nötige Rückkehr der Göttin

    In diesem Sinne ist ‘Empowerment’ von Frauen nicht nur eine soziale oder politische Frage der besseren Gleichberechtigung. Das weibliche Prinzip ist auch eine mächtige archetypische Kraft – ausgedrückt und repräsentiert als Göttin – die auf allen Ebenen wirkt. Es ist vielleicht eine Frage des Überlebens, ob wir das weibliche Prinzip, das weibliche in jedem von uns, wieder entdecken und ehren, als das, was es ist: eine heilige Kraft der Verkörperung und des Lebens. Das Wertschätzen und Verehren des weiblichen Prinzips als Schöpfungskraft, “Mutter” Erde und generell als kreative Kraft hinter aller Manifestation ist ein Schlüssel für persönliches spirituelles Wachstum aber auch für uns als Spezies generell. In der inneren Energiearbeit des Yoga ist es die Gnade und transformative Kraft der Göttin, der Yoga Shakti, welche unsere Herzen erweckt und zurückführt zu Einheit, Frieden und Gleichgewicht (Shiva). Die Göttin repräsentiert die pulsierende, transformierende Schönheit und verborgene Realität hinter und jenseits aller Kräfte des Universums. Als solche ist sie verantwortlich für die elementaren Lebensprozesse und gibt tiefe Erfüllung, genährt sein auf allen Ebenen, vibrierende Freude und ein tiefes Gefühl für die Kostbarkeit der ‚Verkörperung‘. Leider haben unsere großen Religionen und generell unsere Zivilisation dieser ‘Göttin’ nicht ihren angemessenen Platz eingeräumt, sie unterdrückt oder gleich ganz ignoriert. Die Folge ist Materialismus, Kopflastigkeit und allgemein ein fehlendes Gefühl von Freude und Geborgenheit in einem nährenden Universum. Der Intellekt wurde zum Fetisch zum Verständnis der Welt und unserer selbst. Den Preis, den wir dafür zahlen ist ein Empfinden von Trennung, innerer Leere und Hoffnungslosigkeit. Es ist ein Verlust auf kollektiver Seelenebene. Die Rückkehr der Göttin ist keine Frage des Glaubens, sondern ob wir es schaffen, wieder eine tiefere Verbindung zum Leben herzustellen wo jede Lebensform ihren natürlichen Platz und Berechtigung findet.

    IMG_3559-scaled im Soma Yoga Freiburg

    Planetarisches Yoga

    Auf gesellschaftlicher Ebene braucht es ein zusammenkommen visionärer Politiker, Wissenschaftler, Künstler, spiritueller Lehrer, Geschäftsführer usw. die ein neues Bewusstsein der Einheit verkörpern und die anfangen an Strukturen zu arbeiten, durch die es Formen annehmen kann. Das mag nicht einfach sein und wird noch einige Zeit dauern, aber wir sehen schon viele alternative Grassrootbewegungen, Projekte und Communities in dieser Richtung. Es braucht ebenso ein zusammenkommen als Yoga-Community, welche sich jenseits von Stilen und Traditionen auf der Ebene des Herzens zusammenfindet und sich als Katalysator für einen gemeinsamen Bewusstseinswandel versteht.

    Das Kollektiv wird von den Individuen gespeist. Was jeder von uns hineingibt, hat eine Wirkung. Der imperative Aufruf des Yoga und Ayurveda ist einfach: Übernehme Verantwortung und ändere dich selbst. Dann ändert sich deine Welt. Warte nicht darauf, das es andere tun und trete aus dem halluzinatorischen, destruktiven Kreislauf der Ohnmacht und des Beklagens heraus. Gehe mit dir und dem Leben in Beziehung. Folge nicht Ideen und Ideologien die andere dir einpflanzen, sondern entdecke ein Leben durch die Realität deiner eigenen Wahrheit, die aus einer tieferen Quelle kommt. Löse dich von einengenden Identifikationen, um deinen Selbstwert zu bestätigen. Mach das Universum zu deinem Zuhause. Gehe kleine Schritte und entdecke deine Kraft und dein eigenes Licht. Was immer dann der Ruf deiner Seele ist, es wird gut sein. Wenn du mit dir im Einklang bist, alte Wunden geheilt und dir selbst und anderen Vergeben hast, werden deine Handlungen automatisch dem größeren Dienen. Verbinde und umgebe dich mit Menschen, die deine Werte und Ziele teilen und dir helfen fokussiert und inspiriert zu bleiben. (d.h geh ins Yogastudio, Dojo etc…)

    Wir können lernen das Heilige wieder in den Alltag zu bringen, die Fülle wieder einzuladen. In diesen Moment, diesen Atemzug, diese Begegnung. Die Yoga Asanas können uns öffnen für die Verbundenheit mit der Erde und all seinen Lebewesen. Der Körper ist die Erde, zu der er wieder zurückkehrt, wir haben ihn ja nur geliehen. Die Atemübungen verbinden uns mit der Atmosphäre und dem Sauerstoff, welche die Pflanzen für uns produzieren. Meditation verbindet uns mit dem endlosen Raum von Stille und Weite des Kosmos. Das ist dann planetarisches Yoga.

    Alles ist verbunden
    Wir können uns fragen, wie die Nahrung, die ich esse, den Planeten und seine Lebewesen beeinflusst und nicht nur ob sie gut für mich ist. Wir können berücksichtigen, ob die Kommunikation und meine Handlungen das Wohlergehen und die Harmonie aller Lebewesen unterstützt oder ob sie nur meinem Selbstinteresse dient. Ist die Berufswahl und meine Karriere erhebend und positiv für alle oder ist sie nur ein Mittel zum Geldverdienen auf Kosten anderer? Für wahrhaftiges planetarisches Yoga müssen wir unsere ganze Lebensweise, Beziehungen und Einstellungen anschauen. Integriert unser Leben all die gegensätzlichen Kräfte der Welt in einer größeren Harmonie oder tragen wir zu noch mehr Fragmentation, Isolation und Teilung bei? Diese Integration muss bei uns selbst anfangen, als eine innere Klärung und Heilung, um wirklich nachhaltig zu sein. Alles in allem: Die Lebenszeit, die wir zusammen haben ist ein wertvolles Gut. Wie willst du sie verbringen? Was soll durch dich in die Welt kommen? Kannst du dich selbst als wertvolles Wesen sehen, das du laut Yoga bist: in Perfektion geboren, strahlend, frei und gut?
    Wenn das der Fall ist, dann ist jeder Tag ein internationaler, ja interkosmischer Yogatag 😉

    Dieses (wieder-) erkennen ist eine innere Revolution, deshalb unser programmatischer Titel: Yogi (R)evolution
    Hier nochmal als Inspiration unser Yogi Manifest.

     

    manifesto im Soma Yoga Freiburg
    manifesto-2 im Soma Yoga Freiburg

    Om Shanti Shanti Shanti 
    Ralf,

    Direktor Soma Yoga

     

    10 Zeichen, dass du bereit bist für ein Yoga Teacher Training

    10 Zeichen, dass du bereit bist für ein Yoga Teacher Training

    Du liebst Yoga und denkst immer wieder darüber nach eine Yogalehrer*innen Ausbildung zu machen, hast aber Zweifel oder Bedenken, ob du bereit dafür bist? Ganz ehrlich, in den meisten Fällen lautet die Antwort darauf: ja, du bist bereit. Ok, das ist natürlich keine ausreichende Klärung oder befriedigende Antwort. Hier habe ich versucht etwas ausführlicher das Thema zu adressieren. Inklusive Tipps wie du das passende Teacher Training für dich findest:

    1. Yoga ist jetzt schon wichtiger Bestandteil deines Lebens und Alltags

    Du machst schon lange Yoga und es ist unverzichtbarer Bestandteil deines Alltags. Es gibt dir Halt, Zentrierung und Verbindung. Du spürst eine tiefe Leidenschaft für Yoga, es hat dir über schwierige Zeiten geholfen und du hast die transformative Kraft der Praxis selbst erfahren und spürst den Wunsch es weiterzugeben. Oder du bist einfach hochmotiviert und neugierig deine Praxis und dein Wissen auf das nächste Level zu heben und noch mehr in den Alltag zu integrieren. Egal ob du es machst, um danach kompetent zu unterrichten oder einfach nur für dich, eine Ausbildung ist jetzt der logische nächste Schritt.

    2. du willst dich weiterentwickeln

    Du machst jede Woche dein Yoga, warst auf Retreats, hast Workshops gemacht, aber irgendwie reicht es dir nicht. Oder die Wirkung ist nicht nachhaltig, du bist auf einem Plateau angekommen und stagnierst. Yoga-Ausbildungen bieten die Möglichkeit viele Fortschritte in den Asanas zu etablieren aber fördern auch auf allen Ebenen, von der physischen bis zure spirituellen, die persönliche Entwicklung. Wenn du danach strebst, nicht nur körperlich, sondern auch innerlich zu wachsen bist du richtig. In unserer heutigen Zeit ist ein Teacher Training die beste Möglichkeit Yoga in Praxis und Theorie zu vertiefen. Eine Ausbildung schafft den Container und die Struktur innere Blockaden zu überwinden und ermöglicht dir, auf allen Ebenen zu lernen und zu wachsen. Tägliche Yogapraxis, Pranayama, Meditation, Auseinandersetzung mit philosophischen Themen und Selbsterforschung unterstützen dich darin, deine innere Kraft, Energie und Liebe in deinen Yoga-Unterricht, dein Leben und in die Welt fließen zu lassen.

    3. du glaubst, du bist noch nicht so weit, nicht gut genug, bist zu unflexibel und kannst immer noch keinen Kopfstand…

    Das höre ich immer wieder und ist ein weitverbreitetes Missverständnis.

    Du spürst in dir den Wunsch Yoga zu vertiefen aber du denkst, du musst enorm flexibel sein, eins A im Kopfstand stehen und schon halb erleuchtet täglich stundenlang meditieren, bevor eine Ausbildung in Frage kommt. Das sind unkorrekte Annahmen. Du kommst, wie du bist: Deine Bereitschaft dich unperfekt und verletzlich zu zeigen ist Voraussetzung für jede Veränderung – ich würde fast sagen: es ist Voraussetzung für jeden authentischen Yogalehrer.
    Alles in allem: Yogalehrer sind Menschen wie du und ich, aber interessiert sich zu erforschen und zu verbessern. Deshalb lass dich von fehlender Flexibilität, unstetem Geist oder fehlendem Wissen nicht aufhalten. Das sind alles Themen, die wir in einer Ausbildung adressieren.

    4. Wunsch nach unterstützender Gemeinschaft

    Du hast genug davon allein vor dich hin zu yogieren und dich auch noch dafür zu rechtfertigen, weil dein Umfeld deine Yogaleidenschaft nicht versteht oder verstehen will. Manchmal fühlst du dich fast schon als Außenseiter, weil du Werte und Ziele hast, die du im Umfeld oder in der Gesellschaft nicht widergespiegelt siehst.
    Ein Teacher Training bietet ein unterstützendes Netzwerk und ist der ideale Ort, um Gleichgesinnte zu treffen und Unterstützung zu finden.

    5. Der Honeymoon mit Yoga ist vorüber – aber das macht dir nichts

    die Honeymoon Phase mit dem Yoga ist schon vergangen, aber du bleibst dabei, weil du mehr suchst als nur Wohlfühlen. Du willst dein ganzes Potential ausschöpfen. Das ist wie in einer Beziehung. Zuerst schwebt man auf Wolke sieben und denkt alles ist perfekt, aber so langsam landet man und die eigentliche (Beziehungs-) Arbeit beginnt. Soll heißen: dir ist bewusst das es nicht nur um ein „gut fühlen“ geht; eine Ausbildung sind keine Yogaferien, sondern du wirst ermutigt Themen anzuschauen, Sichtweisen zu erweitern und innere Grenzen zu transzendieren. Du bist bereit an dir zu arbeiten und bringst die nötige Bereitschaft und Offenheit mit.

    6. Du suchst ein besseres Verständnis der Philosophie und Spiritualität

    Du bist nicht nur an einer Vertiefung der Praktiken und Techniken interessiert, sondern willst mehr über den Background von Yoga und Ayurveda verstehen. Dich interessieren die Philosophie und die spirituellen Konzepte und du willst mehr über die Schriften, wie die Yoga Sutren erfahren. Du hast erkannt, dass Sichtweisen und Einstellungen unsere praktische Lebenserfahrung bestimmen und dass die Yoga-Philosophie helfen kann, neue Perspektiven – und Lebensmodelle – zuzulassen.

    Yogaausbildungen erfordern Flexibilität, nicht nur körperlich, sondern auch im Denken. Wenn du bereit bist, dich auf neue Ideen und Ansätze einzulassen und wissen willst, wie du dein Leben mit yogischer Spiritualität neu beleben kannst, ist das ein gutes Zeichen für deine Eignung.

    7. Du bist in einem Wendepunkt und willst dein Leben neu ausrichten und ändern

    Eine Ausbildung kann nicht nur dein Verständnis von Yoga vertiefen, sondern auch eine lebensverändernde Reise sein. Und ehrlich: das sollte Yoga sowieso sein. Eine Reise zu mehr Gesundheit, Klarheit, einem offenen Herz und inneren Frieden. Du erkennst klar, dass die einzige Person, die sich verändern sollte, kann und will, du selbst bist. Schritt für Schritt lässt du alte und negative Gewohnheiten hinter dir und überrascht dich vielleicht selbst, was da an neuer Inspiration zum Vorschein kommt. Wenn du dich in einer Art Krise, Sackgasse oder Talsohle befindest, kann eine Yogaausbildung die Kraft für einen grundlegenden Richtungswechsel aktivieren. Das ist das Feedback vieler vergangener Teilnehmer, und so war es auch für mich. Ich war in einer Krise, wollte (und konnte) nicht mehr so weitermachen wie bisher, und meine erste Yogaausbildung war eine unglaublich wichtige Unterstützung das Leben positiv und nachhaltig zu verändern.

    8. Verantwortung für deine eigene Gesundheit

    Yoga-Ausbildungen lehren nicht nur, wie man Yoga unterrichtet, sondern auch, wie man die eigene Gesundheit und einen harmonischen Lebensstil pflegt. Vor allem wenn noch Ayurveda gelehrt wird (wie bei uns ;). Wenn du wieder auf natürliche und ganzheitliche Art Verantwortung für dein Wohlbefinden übernehmen möchtest, und Fitness und Vitalität steigern willst, ist eine Ausbildung eine gute Wahl.

    9. Irgendwie machst du es schon

    …. das unterrichten.
    Kollegen, Freunde oder Bekannte fragen dich immer mal wieder nach Tipps oder ob du ihnen nicht ein paar „Yogaübungen“ zeigen kannst. Du bist für sie eh der Yogafuzzi 😉 Es fällt dir leicht, macht Spaß und fühlt sich natürlich an. Der Wunsch, anderen zu helfen und sie auf ihrem Weg zur Gesundheit und Wohlbefinden zu begleiten, ist ein wesentlicher Aspekt des Yogalehrer*innen seins. Wenn du Freude daran hast, anderen zu dienen, könnte eine Ausbildung deine Berufung sein. Du lernst professionell Stunden und Übungsreihen zu erstellen und die richtige Methodik und Didaktik des Unterrichts. Der Wunsch, Wissen zu teilen und andere zu inspirieren, ist entscheidend für angehende Yogalehrer*innen. Und wer weiss, vielleicht ist der Yogaunterricht bald dein zweites Standbein oder du inspirierst in deinem Arbeitsumfeld deine Kollegen und du leitest eine kleine Yogagruppe, oder du gehst auf Reisen und unterrichtest in tropischen Resorts, oder oder oder…die Möglichkeiten sind groß.

    10. Eine tiefe innere Sehnsucht und inneres Gefühl:

    Manchmal ist es einfach ein inneres Gefühl, dass es an der Zeit ist, den nächsten Schritt auf dem Yogaweg zu gehen. Du weisst vielleicht gar nicht genau warum, aber etwas in dir sehnt sich danach, es ist die leise Stimme, die dir zuflüstert, das im Yoga etwas auf dich wartet. Du spürst, es ist eine Chance dich selbst zu entdecken und dein Licht zum Strahlen zu bringen: zum Wohle aller. Für mehr Gesundheit, Mitgefühl, Freude und Frieden in dir und der Welt. Vertraue auf deine Intuition und wenn du spürst, dass die Zeit reif ist…go for the Yogi (R)Evolution…
    just do it!

    Diese Punkte sind natürlich bei weitem nicht erschöpfend, aber ich hoffe es hat ein bisschen geholfen. Natürlich müssen Zeit und die Lebensumstände für dich passen. Aber genauso wichtig: pass auf, dass du fehlende Zeit oder Energie nicht als Entschuldigung nimmst, um nötige Veränderungen aufzuschieben. Die beste Zeit ist immer jetzt!

    Om Namah Shivaya!!

    Epilog:

    Wie findest du den richtigen Ort und das passende Format?

    Es gibt mittlerweile eine unüberschaubare Anzahl und Vielfalt von Yogaausbildungen.
    Es ist nicht egal wo du sie machst.
    Es gibt viele Yogastile, Schulen und Lehrer*. Suche dir einen aus der zu dir und deinem Körper passt, dir guttut und dich gleichzeitig angemessen herasusfordert. Probiere verschiedene Schulen und Lehrer aus. Viele bieten Probestunden oder Infoveranstaltungen an. Und wenn möglich, schau nicht nur nach den Kosten. Es gibt auch viele unterschiedliche Formate. 200 Stunden haben sich mittlerweile als Grundausbildung etabliert. Danach kannst du schon vollwertig unterrichten. Manche bieten Crashkurse in zwei drei oder vier Wochen an. Das Problem ist, das eine Integrations- und Verarbeitungsszeit fehlt. Das ist einer der Gründe, warum wir die 200 Stunden Ausbildung länger machen.  Es hat sich bewährt, um langsam hineinzuwachsen. Egal wie, du solltest dich an dem Ort der Ausbildung wohlfühlen, der Vibe sollte passen und vor allem die Beziehung zum Lehrer sollte stimmen. Yoga lebt nicht nur von Praktiken, Techniken und philosophischen Konzepten.

    Transformation durch Beziehung

    Das wahrhaft transformative Potenzial des Yoga entsteht durch die direkte Schüler / Lehrer Beziehung. Es ist eine energetische und manchmal fast schon magische Übertragung jenseits von Worten und Konzepten. Herz zu Herz. Und das funktioniert am intensivsten und besten vor Ort, von Angesicht zu Angesicht. Deshalb bin ich auch kein Fan von reinen online Ausbildungen. Der direkte Kontakt in einem Raum mit wirklichen Menschen lässt sich nicht ersetzen.

    Oft ist die richtige Wahl der Ort, wo du eh schon Yoga praktizierst. Aber falls deine Schule oder dein Lehrer keine Ausbildung anbieten, höre dich um. Vielleicht haben Freunde oder Bekannte einen Tipp. Spreche mit Absolventen vergangener Ausbildungen, gehe in die Stunden und probiere aus. Erforsche wie du dich fühlst im Ausbildungsort und bei den jeweiligen Lehrer*innen.

    Gute Zeichen meiner Meinung nach (und wirklich meiner Meinung nach),

    • Lehrer und Schüler der Ausbildungsschule sind im Hier und Jetzt verankert, bodenständig ohne allzu viel esoterische Traumtänzerei
    • die tieferen Aspekte des Yoga wie Meditation und Philosophie werden authentisch vermittelt.
    • Yoga wird nicht nur als Körperarbeit verstanden, sondern ebenso als ein Innerer Weg der Selbstverwirklichung und „way of life“ jenseits der Matte
    • es herrscht eine ernsthafte, engagierte und doch freudvolle und herzliche Atmosphäre die erhebend, inspirierend und beflügelnd wirkt
    • du fühlst dich willkommen und gesehen

    ein paar nicht so gute Zeichen:

    • depressive, freud-und humorlose Stimmung
    • allzu strenge, und asketische Lehrer*innen
    • anonyme und sterile „Abfertigung“.
    • Du fühlst dich nicht gesehen.
    • menschliche und emphatische Inkompetenz der Lehrer*innen
    • zuviel „Heiligkeit”, zuwenig Wahrhaftigkeit
    • unästhetischer, schmutziger oder vernachlässigter Yogaraum
    • despotische und herrische Sprache und Verhalten der Lehrer*innen